Programm

My Monster & Me

Ob Muttersöhnchen mit einem Haus voller Zombies, verzauberte Schweine die keine Menschen mehr sein wollen, Fabelwesen in der grossen Stadt, oder Isabelle Huppert auf der Suche nach ihrem Vergewaltiger: Diesen Oktober konfrontieren wir uns mit all unseren Traumata und entrümpeln sowohl unser Hirn als auch unsere mit Skeletten gefüllten Keller.

Programmation: Urs

So 02. Oktober 2022 • 19:30 Uhr

Porco Rosso

Miyazaki’s unterschätzester und romantischster Film entstand aus einem 15-seitigen Manga über alte Wasserflugzeuge, das er ursprünglich in einem Magazin für Modellbau-Nerds veröffentlichte. Daraus wurde ein paar Jahre später ein wunderschöner nostalgischer Mix, der so unterschiedliche Themen wie Kriegstrauma, den aufkommenden Faschismus im Italien der späten 1920er-Jahre, seine Version von alten Hollywood Romanzen, und eine Ghibli-typische Entwicklungsgeschichte einer jungen Flugzeug-Ingenieurin miteinander verbindet. Alles verpackt in eine Geschichte über ein tapferes Schwein, das kein Mensch mehr sein will, und als Kopfgeldjäger die trotteligen Luftpiraten der Adria terrorisiert.

Japan 1992
94 Min, JP/de, digital
Regie: Hayao Miyazaki
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So 09. Oktober 2022 • 19:30 Uhr

Gräns

Tina arbeitet als Zollbeamtin und hat einen aussergewöhnlichen Geruchssinn. Fast, als ob sie riechen könnte, wenn Leute etwas vor ihr verbergen wollen. Ein verdächtiger Fremder, der sich ihren Kräften widersetzt und doch vertraut scheint, stellt ihre gesamte Identität in Frage.

Unvorhersehbar und brillant von Eva Melander gespielt, nach einer Kurzgeschichte des Autors von «Let The Right One In». Auch diese Verfilmung thematisiert Monster, die im modernen Schweden leben und versuchen, in der Gesellschaft unerkannt zu bleiben, und schlägt dabei Parallelen zu modernen Genderfragen.

Schweden 2018
110 Min, se/de, digital
Regie: Ali Abbasi
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So 16. Oktober 2022 • 19:30 Uhr

Elle

In der ersten Kollaboration von Verhoeven und Isabelle Huppert macht sich eine von toxischer Männlichkeit umzingelte Chefin einer Videospiel-Produktionsfirma auf die Suche nach ihrem Vergewaltiger.

Nach seinem Abgang aus Hollywood und einer 10-jährigen Durststrecke meldete sich ein knapp 80-jähriger Paul Verhoeven mit diesem Film fulminant zurück. Neben Anleihen an die guten alten Zeiten des erotischen Thrillers der 1980er lässt sich sein Werk auch als Satire auf französische Arthouse-Filme über die gelangweilte Oberschicht lesen. Aber wie so oft funktioniert sein Film, egal wie tief das Publikum ihn analysieren will. Huppert liefert dazu eine ihrer besten Performances der letzten 20 Jahre ab.

Frankreich 2016
130 Min, fr/de, digital
Regie: Paul Verhoeven
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So 23. Oktober 2022 • 19:30 Uhr

What We Do In The Shadows

In Waititis Durchbruchsfilm leben vier weltfremde Vampire aus verschiedenen Epochen in einer WG in Wellington. Durch eine Dokumentarfilm-Crew und einen Hipster-Vampir werden sie aus ihrem Trott gerissen.

Waititi arbeitete hier nach «Eagle vs Shark» erneut mit seinem Studienfreund Jemaine Clement zusammen, und schaffte mit dieser Vampir-Mockumentary den internationalen Durchbruch.

Neuseeland 2014
86 Min, en/de, digital
Regie: Taika Waititi
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So 30. Oktober 2022 • 19:30 Uhr

Braindead

Muttersöhnchen Lionel versucht verzweifelt, einen Keller voller Zombies vor der Aussenwelt und seiner neuen Freundin geheimzuhalten.

Zu seinem 30. Geburtstag zeigen wir den Film, der sowohl den Zenit als auch den Anfang vom Ende der 1980er-Splatterwelle darstellt. Neben Sam Raimi’s «Evil Dead» Reihe bietet «Braindead» immer noch die gelungenste Kombination aus Horror und Slapstick. Und auch wenn er inzwischen den Kunstblut-Weltrekord abgeben musste, ist die schiere Freude am Gemetzel und den praktischen Effekten immer noch atemberaubend.

Neuseeland 1992
103 (uncut) Min, en/de, digital
Regie: Peter Jackson
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