Programm

Queer Cinema

Lesbische Liebesgeschichten, schwule Dramen, Trans-Selbstfindung in historischen Zeiten: Queere Repräsentation auf der Leinwand ist heute selbstverständlich. Doch das war nicht immer so. In Kooperation mit wilsch – queer Winterthur zeigen wir euch im Dezember einige Trouvaillen des Queer Cinema. Den Einstieg ins Thema macht eine Dokumentation über die ersten Darstellungen von queeren Charakteren in Hollywood. Danach folgt eine Auswahl von prägenden queeren Filmen aus verschiedenen Zeiten. Sie alle erzählen Geschichten aus dem bunten LGBTQ*-Kosmos.

Programmation: Silvio Foscan (Kino Nische) & Barbara Stehli (wilsch - queer Winterthur)

So 04. Dezember 2022 • 19:30 Uhr

THE CELLULOID CLOSET

Filmhistoriker und Gay-Aktivist Vito Russo beleuchtete im Jahr 1981 erstmals im erschienenen Buch «The Celluloid Closet» die filmische Darstellung lesbischer und schwuler Charaktere in Hollywood-Filmen. Auf dieser umfangreichen Analyse aufbauend und ergänzt durch New-Queer-Cinema-Filme aus den Neunzigerjahren bringen Epstein und Friedmann zahlreiche Hollywood-Stars vor die Kamera, um die Filmausschnitte zu besprechen und über ihren persönlichen Bezug zu diesen LGBTQ*-Charakteren zu erzählen. Besonders spannend: Russo war einer der Ersten, die den Einfluss der Populärkultur auf unseren Zugang zu sexueller Orientierung und Gender-Identität erforschten.

USA 1995
107 Min, ov/de, digital
Regie: Rob Ebstein und Jeffrey Friedman
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So 04. Dezember 2022 • 19:35 Uhr

Vorfilm: MURMURES

Ein Körper, der sich formt, und die Zeit, die vergeht.

Frankreich 2020
7 Min, ohne Dialog, digital
Regie: Léa Morelli
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So 11. Dezember 2022 • 19:30 Uhr

CALL ME BY YOUR NAME

Der italienische Sommer im Jahr 1983. Völlig überraschend trifft Elio seine erste grosse Liebe: Der Doktorand Oliver ist für sechs Wochen bei Elios Familie an der italienischen Riviera zu Gast. Oliver ist selbstbewusst, intelligent und attraktiv. Elio ist fasziniert. Allmählich freunden sich die beiden ungleichen jungen Männer an. Die Zuneigung ist gegenseitig, für Elio ist aber klar: Er will mehr. Ein gefühlsintensives Spiel von Verführung und Zurückweisung beginnt. Allein schon wegen der berührenden Szene mit dem Gespräch zwischen Vater und Sohn ein Film, den man unbedingt gesehen haben muss.

Italien, Frankreich, USA, Brasilien 2017
133 Min, ov/de, digital
Regie: Luca Guadagnino
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So 18. Dezember 2022 • 19:30 Uhr

LA VIE D'ADÈLE

«La vie d’Adèle» erzählt von der leidenschaftlichen Liebe zwischen einer 15-jährigen und einer Studentin. Das Liebesdrama gewann in Cannes 2013 die Goldene Palme. Adèle träumt von Emma: einer Kunststudentin mit blauen Haaren, die ihr in der Stadt zufällig über den Weg lief. Die beiden jungen Frauen lernen sich kennen und lieben – doch damit kommen auch die Probleme. Ein Film über das Leben, das Lieben-lernen, über Zugehörigkeit und die Schönheiten und Herausforderungen von Freundschaft und Beziehung. «La vie d’Adèle» ist ein Lebensfragment von drei Stunden, das auf die Leinwand gebannt wurde und tief berührt. Poetisch, intim, schwungvoll, sorglos.

Frankreich 2013
179 Min, ov/de, digital
Regie: Abdellatif Kechiche, mit Léa Seydoux, Adèle Exarchopoulos
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So 25. Dezember 2022 • 19:30 Uhr

HEDWIG AND THE ANGRY INCH

Unser Weihnachts-Kontrastprogramm in gemütlicher Runde: «Hedwig and the angry inch» erzählt die Geschichte der transsexuellen Hedwig, die sich für ihre vermeintlich grosse Liebe zur Frau umoperieren lässt. Doch die OP läuft nicht wie geplant, ein «angry inch» bleibt zurück. Hedwig schwebt fortan zwischen den Geschlechtern. Das trans Punkrock-Girl aus Ostberlin tourt mit ihrer Band durch die USA, während sie ihre Lebensgeschichte erzählt und dem Ex folgt, der ihre Songs gestohlen hat. Das mit vier Tony Awards ausgezeichnete Rock-Musical beschreibt berührend die Suche eines Menschen nach der eigenen Identität.

USA 2001
87 Min, ov/en, digital
Regie: John Cameron Mitchell
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