Programm

Am Rande des Wahnsinns

Normal, schräg, nicht ganz dicht, abgespaced, gut drauf oder schon manisch? Gesund oder krank? Was erleben Menschen, deren psychische Gesundheit aus dem Lot geraten ist? In welche Welten driften sie? Die Psychiatrie kennt zwar ihre Krankheit, doch der Mensch ist mehr als seine Diagnose. Es gilt sein Leben zu leben!
Die Nische zeigt vier Filme, die dem Thema auf ganz unterschiedliche Weise begegnen.

Programmation: Claudia Trachsler

So 03. Juni 2018 • 19:30 Uhr

Hedi Schneider steckt fest

Hedi Schneider lebt mit Sohn und Mann zusammen und vieles in ihrem Leben läuft gerade richtig gut. Doch plötzlich steckt Hedi fest, erst mal nur im Lift, dann auch im Kopf. Hedi leidet scheinbar ohne ersichtlichen Grund unter Panikattacken – sie hat Angst vor der Angst. Und bald ist nichts mehr, wie es war. Der gutgemeinte Ratschlag der Mutter, doch einfach mal kalt zu duschen, ein süsser Keks vom Chef, ein bisschen zu viel Psychopharmaka als notwendig – die hilflosen Reaktionen ihrer Umgebung bringen Hedis Leben nur noch mehr aus dem Lot und ihre Liebsten „an den Rand des Wahnsinns“. Wenigstens 24 Stunden wieder glücklich zusammen sein, ist das zu viel verlangt?

Deutschland 2015
92 Min, de, digital
Regie: Sonja Heiss
nach
oben

So 03. Juni 2018 • 19:30 Uhr

Vorfilm: Borderline

A border guard tries to take his own life, but not all barriers can be crossed.

CH 2011
7.23 Min, ohne Dialog, digital
Regie: Dustin Rees
nach
oben

So 10. Juni 2018 • 19:30 Uhr

I'm a cyborg but that's o.k.

Young-goon ist überzeugt ein Cyborg zu sein. Sie verweigert menschliche Nahrung und unterhält sich gerne mit allen Maschinen und Automaten, die sich auf der Psychiatriestation befinden. Und auch wenn es sich für ein Maschinenwesen nicht gehört, entwickelt Young-goon Gefühle für den gut aussehenden Mitpatienten Il-soon. Ihre exzentrisch-zarte Romanze voller abgefahrener Träume und Jodeleinlagen ist allerdings in Gefahr, als das Mädchen wegen Unterernährung zu sterben droht. Kult-Regisseur Park Chan-wook beweist, dass er nicht nur mit hartem Stoff brillieren kann.

Farbig schrille asiatische Popkultur trifft auf poetische Erzählkunst.

Südkorea 2006
107 Min, kor/de, digital
Regie: Park Chan-wook
nach
oben

So 17. Juni 2018 • 19:30 Uhr

Hombre mirando al sudeste

Doktor Denis neuester Patient Rantés ist überzeugt ein Alien zu sein. Keine Seltenheit in einer Psychose – doch der Neue, der nachmittags immer nach Südosten schaut um mit seinem Herkunftsland zu kommunizieren, erscheint ihm immer normaler, fast glaubwürdig, manchmal sogar heilsbringend. Diverse Tests bringen keine Klarheit, der Mann muss ein Genie sein oder etwa…? Doch die Kategorien „krank“ und „gesund“ lassen sich nicht diskutieren.

Argentinien 1986
105 Min, sp/de/fr, digital
Regie: Eliseo Subiela
nach
oben

So 24. Juni 2018 • 19:30 Uhr

Das weisse Rauschen

Lukas (Daniel Brühl) zieht zu seiner Schwester in die Grossstadt. Er stürzt sich ins Nachtleben – Partys, Drogen und eine Menge Spass. Doch während eines Magic-Mushroom-Trips beginnt er plötzlich Stimmen zu hören. Sie beschimpfen ihn und hören auch nicht wieder auf. Lukas fühlt sich verfolgt. Paranoide Schizophrenie diagnostizieren die Ärzte. Nun beginnt für Lukas der Kampf gegen das Chaos in seinem Kopf. Am Ende seiner Reise, die ihn bis an die spanische Küste führt, findet er etwas, das ihn aus seinem Wahnsinn herausführen kann: Das weisse Rauschen.

Ein intensiver Film mit Langzeitwirkung.

 

Deutschland 2001
110 Min, de, digital
Regie: Hans Weingartner
nach
oben