Programm

Kreuz und Queer

Hört man den Begriff «Queer Cinema», kommen einem schnell Namen wie John Waters, Derek Jarman, Jennie Livingston oder Todd Haynes in den Sinn. Sie alle waren Wegbereiter des queeren Independentkinos, das von den frühen 70ern bis in die späten 90er-Jahre Einfluss nahm. Auf ihre individuelle Weise sprengten die Filmemacher damals vorherrschende Sehgewohnheiten sowie normative Geschlechtsvorstellungen und ebneten damit den Weg zu dem Punkt, an dem wir heute stehen. Im Hier und Jetzt scheinen sich, im Kino wie im Leben, altbackene Gender-Vorstellungen nach und nach aus ihrem gesellschaftlichen Korsett zu befreien. Grund genug, im September einen Blick auf die LGBTIQ-Lebensrealitäten gestern und heute zu werfen. Auf das, was sich verändert hat und was sich noch verändern muss, damit jeder lebt, wie er will und andere genauso leben lässt.

29. September, 19.30 Uhr, non binär-Abend mit Lesung Sascha Rijkeboer und Dok «Weder noch mit Bart». Nach dem Film Q&A mit ProtagonistIn Romeo Koyote Rosen.

 

Programmation: Meta Lippuner, Rachel Klauser, Sarah Stutte, In Kooperation mit wilsch – queer Winterthur

So 01. September 2019 • 19:30 Uhr

Long Time Love

Fünf lesbische Paare in Langzeitbeziehungen beantworten Fragen über ihre Beziehung und erzählen von den Freuden, den Chancen und Herausforderungen ihrer langjährigen Partnerschaft. War es Liebe auf den ersten Blick oder ein langsames Sich-Herantasten? Hat sich das anfängliche Feuer in der Alltagsroutine verloren – oder flattern noch immer gelegentlich Schmetterlinge im Bauch? In Erinnerung an die Zürcher Autorin und Filmemacherin Mitra Devi, die letzten September leider verstarb.

Schweiz 2014
52 Min, ch-de,de, digital
Regie: Mitra Devi
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So 01. September 2019 • 19:30 Uhr

Vorfilm: Black Icicles

Schweiz 2018
2 Min, ohne Dialog, digital
Regie: Franziska Meyer
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So 08. September 2019 • 19:30 Uhr

The Bubble

Die drei jungen Israelis Noam, Yali und Lulu führen zusammen in ihrer Wohngemeinschaft in einem angesagten Viertel in Tel Aviv ein unbekümmertes Leben, das von den Problemen eines von ethnischen Konflikten, Kriegen und Terrorismus gezeichneten Landes relativ wenig berührt wird. Als sich jedoch der Reservesoldat Noam in den Palästinenser Ashraf verliebt, müssen sich die Freunde auf drastische Weise der Realität stellen.

Israel 2006
115 Min, ov/de,fr, 35mm
Regie: Eytan Fox
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So 15. September 2019 • 19:30 Uhr

Pride

Auf wahren Begebenheiten beruht die Geschichte dieser Londoner Gruppierung schwuler und lesbischer Aktivistinnen und Aktivisten, die im Sommer 1984 Geld für die Familien der sich damals im Streik befindenden Minenarbeiter sammeln. Zunächst von der Gewerkschaft zurückgewiesen, sucht sich die Gruppe auf eigene Faust ein winziges walisisches Bergarbeiterdorf aus, um persönlich zu spenden. Damit schlägt sie eine ungewöhnliche Brücke zu mehr Verständnis und Akzeptanz.

Grossbritannien 2014
119 Min, ov/de, digital
Regie: Matthew Warchus
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So 22. September 2019 • 19:30 Uhr

Unter der Haut

Alice und Frank sind seit 18 Jahren verheiratet, haben drei Kinder und sind gerade dabei, sich in ihrem neuen Haus einzurichten. Dann entdeckt Alice jedoch auf dem Familiencomputer den Link zu einer Schwulenseite…In ruhigen, intimen Bildern wird hier von einer Trennung und ihren Folgen erzählt. Die Verletzungen wiegen schwer, denn das verspätete Coming-Out des Vaters führt bei Mutter und Kindern von Selbstzweifeln und Vertrauensverlust bis hin zum Infragestellen der eigenen Existenz.

Schweiz 2015
94 Min, ch-de/de,fr, digital
Regie: Claudia Lorenz
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So 29. September 2019 • 19:30 Uhr

Weder noch mit Bart

Der Abschluss des LGBTIQ-Kinomonats steht im Zeichen der Non-Binarität. Zum Auftakt des Abends liest Sascha Rijkeboer aus eigenverfassten Texten, die uns mitnehmen in den Alltag der Non-Binarität. Im Anschluss an die ca. 45 minütige Lesung zeigen wir den Schweizer Dokumentarfilm «Weder noch mit Bart». Die Doku begleitet zwei ProtagonistInnen, die sich nicht in die duale Geschlechtsnormität einordnen lassen und gibt einen Einblick in die Genderqueerkultur in Zürich.

Schweiz 2014
45 Min, ov/de, digital
Regie: Babette Bürgi
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