M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER

Der Filmplot ist heute vielleicht nicht mehr so heiss; haben wir die Story von einem gejagten Triebmörder doch unterdessen in unzähligen Fassungen gesehen. Aber da ist doch noch die Frage des wies und da bleibt M ein Meisterwerk ­ bis heute. Es ist eine intelligente Geschichte, die Lang in seinem ersten Tonfilm erzählt, von einem Kindsmörder, der nicht anders handeln kann und darum selber mehr Opfer als Bestie ist. Er wird grossartig verkörpert von Peter Lorre. Die Kamera erzählt in unvergleichlichen Bildern, ohne Blut und Totschlag, aber mit der symbolischen Unheimlichkeit des Alltags, die Geschichte, so dass man unweigerlich in den Bann dieses Filmes gezogen wird.

Duri: Wie immer bei Lang sind die Bilder der Kamera für sich schon allein veritable Kunstwerke. Ein Zeitdukument von Berlin am Ende der Weimarer Republik, vor der Machtübernahme der Nazis.

Deutschland 1931
105 Min, , 35 mm
Regie: Fritz Lang