BAISE-MOI
Despentes verfilmte in diesem blutigen road-movie ihr eigenes Buch „Baise-moi“ mit unprofessionellen Schauspielerinnen. Aufgenommen auf Video, untermalt mit einem harten Soundtrack erzählt sie von Nadine, die nach einer Vergewaltigung einen Mord begeht. Auf der Flucht trifft sie Manu, die ebenfalls Schreckliches erlebt hat. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine Höllenfahrt, die mit Sex und Gewalt gepflastert ist. Der Film wird von der Kritik fast eingehend abgelehnt. Es lohnt sich jedoch, sich mit ein paar Gedanken der Autorin zu befassen: Despentes Ansatzpunkt ist ein kriegerischer Feminismus, der provozieren soll. Sie will, dass die Frauen endlich Anrecht auf ihren eigenen Körper und ihre Sexualität ausserhalb dem begrenzten Blickfeld der Männer bekommen. Und dann soll das Ganze aber noch eine Reise ins tiefste Innere sein, wo man normalerweise vermeidet hinzugehen. Dorthin, wo es keinen Gehorsam, keine Unterwerfung und Selbstverleugnung mehr gibt!
77 Min, ,
Regie: Virginie Despentes