Kleine Heimat
Vertreibung und Wohnungsverlust betreffen nicht nur junge Mietende und Familien mit Kindern, welche an zentraler Lage wohnen. Das zeigt Regisseur Hans Haldimann in «Kleine Heimat», wo er die Mühen zweier älterer Frauen dokumentiert, denen gerade ihre Wohnung gekündigt worden ist.
Hanni und Rosa leben schon fast ihr ganzes Leben in einer kleinen Siedlung in Leimbach am Stadtrand von Zürich. Als sich ihre Vermieterin, die Zurich Versicherung, dazu entscheidet, die alte Siedlung abzureissen und mit einer neuen Überbauung zu ersetzen, erwartet man so etwas wie Zorn oder zumindest passiven Widerstand bei den beiden langjährigen Bewohnerinnen. Doch ihre Haltung schwankt eher zwischen Resignation und leiser Hoffnung.
Obwohl engagiert und politisch, hält sich der Film zurück mit lauten Tönen. Teilnehmend, aber unaufdringlich folgt er den beiden Protagonistinnen, die uns davon erzählen, welche Bedeutung dieses unscheinbare Zürcher Quartier für sie hat.
Mit Filmgespräch mit Hans Haldimann.
95 Min, de, digital
Regie: Hans Haldimann