SUE

Ein Frauenfilm vom Israeli Amos Kollek. Er beschreibt darin den sozialen Abstieg einer Frau in New York. Sue, Ende Dreissig, ist von einer zerbrechlichen Attraktivität. Sie ist arbeitslos und Single und lebt mit wenig menschlichen Beziehungen. Sie hat von ihrem Vermieter eine letzte Schonfrist bekommen, 1200 Dollar an Mietschulden zu bezahlen. Schlaf- und ruhelos streift sie durch New York, auf der Suche nach einem Job und sexuellen Abenteuern. Sie kommt so wohl zu Begegnungen zu anderen skurrilen Gestalten, die haben aber selber Mühe, sich über Wasser zu halten. Sehr authentisch, ohne sozialen Mahnfinger, ist der Film zugleich Porträt vom Moloch New York. Das Fehlen eines sozialen Auffangnetzes macht einem schaudern. Ebenfalls eindrücklich ist, wie Sue mit grossem Selbstzerstörungssinn dem Untergang entgegen geht und doch bis zuletzt ihre Würde behält.

USA 1997
90 Min, , 35 mm
Regie: Amos Kollek