VERHÖR UND TOD IN WINTERTHUR

Sie warfen Farbbeutel, zertrümmerten Scheiben, besetzten leer stehende Wohnungen und unternahmen auch sonst alles Mögliche und Unmögliche, um sich bei den Bürgern der Stadt Winterthur unbeliebt zu machen. Schliesslich wurde dem damaligen Bundesrat Rudolf Friedrich eine selbst gebastelte Bombe aufs Fenstersims seines Hauses gelegt.
Die Reaktion der Behörden war äusserst scharf. Im Rahmen einer grossen Polizeiaktion wurden 27 Jugendliche verhaftet. Gabi, die lediglich einen Farbbeutel gegen eine Kirchenmauer geworfen hatte, nahm sich nach einem stundenlangen Verhör während der Haft das Leben. Ihr Freund, der Kunstmaler Aleks Weber, wurde nach einem Indizienprozess als Haupttäter zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, nach drei Jahren aber wegen Verfahrensfehlern freigelassen.
Ihm und seinen im Gefängnis entstandenen Bildern sowie dem tragischen Tod seiner Freundin gilt das Hauptinteresse des Films.

CH 2001
102 Min, D,
Regie: Richard Dindo