Programm

Passionen 2

In unserer zweimonatigen Filmreihe zum Thema Passionen zeigen wir Werke von bekannten Regisseuren, die verschiedene Aspekte christlicher Religionen in sehr unterschiedlicher Weise behandeln und die sich im Spannungsfeld zwischen Provokation und Trivalität, zwischen Kunst und Kommerz, zwischen christlicher Tradition und akteller Gegenwart bewegen.

Programmation: Ursula Gfeller, Ruth Köppl

So 05. Dezember 1999 • 20:00 Uhr

THE GARDEN

Als Derek Jarman sich ein Haus in Dungeness (GB) gekauft hatte, begann er sofort zu filmen. „Kaum hatte ich diese öde Fischergemeinde gesehen, kam mir der Gedanke, dies wäre ein grossartiger Raum für das Leben Christi. Ich dachte, die Fischer und die Boote könnten das Meer von Galiläa abgeben, und so begann es. Der Garten war zugleich der Garten Eden und Gethsemane.“ The Garden ist, indem es die Themen homosexuelle Liebe, Repression und Aids-Krankheit aufnimmt, Jarmans persönlichstes Werk. Und doch ist seine Wirkung nicht bedrückend, vielmehr verzaubert Jarman uns mit seinen schön komponisrten und sinnlichen Traumbildern.

GB 1990
92 Min, , 35 mm
Regie: Derek Jarman
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So 12. Dezember 1999 • 20:00 Uhr

DAS GESPENST

Auf die Klage einer enttäuschten Oberin steigt Chtistus in einem bayrischen Kloster vom Kreuz. Er teilt mit ihr das Bett und muss nun auch für ihren gemeinsamen Lebensunterhalt sorgen, was trotz seinen Verwandlungskünsten gar nsicht einfach ist. Eine extrem subjektive, ästhetisch und gedanklich radikale Tragikkomödie mit Achternbusch in der Hauptrolle.

BRD 1982
Min, , 35 mm
Regie: Herbert Achternbusch
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So 19. Dezember 1999 • 20:00 Uhr

THE LAST TEMPTATION OF CHRIST

Sorseses hollywoodschen Vorbildern entsprungene Jesusfigur ringt um Klarheit über seine Bestimmung. Am Kreuz erscheint ihm als dämonischer verursachte `letzte Versuchung`, dass er in Wirklichkeit gar nicht sterben müsse. Er könne Heiraten, zuerst Marie Magdalena, dann Maria und Martha aus Bethanien, Kinder haben und schliesslich in Frieden Sterben. Judas führt ihn schliesslich zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück. Der Film löste heftige Proteste seitens der Kirche aus, da er sich durch sein Gottesbild und die sehr menschliche Zeichnung Jesu Christi in einen grundsätzlichen Widerspruch der christlichen Heilsbotschaft stellt.

USA 1999
165 Min, , 35 mm
Regie: Martin Scorsese
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So 26. Dezember 1999 • 20:00 Uhr

BEN HUR

Die Monumentalverfilmung, die an kolossalem Aufwand alles bis dahin Gedrehte übetraf, zeigt die Unterdrückung der Juden durch die römische Herrschaft und die Anfänge des Christentums. Höhepunkt ist das Quadrigarennen im Zirkus, mit dem der römische Tribun Messala und der israelitische Prinz Ben Hur ihren jahrelangen Kampf zwischen Despatie und Freiheitsgest beenden.

USA 1959
213 Min, , 35 mm
Regie: William Wyler
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