Programm

Wann ist Mann ein Mann?

In Zusammenarbeit mit Männerbewegten und den Winterthurer Schwulen Wisch, geht das Kino Nische im Novemberprogramm der Eingangsfrage nach. Im Film „der bewegte Mann“ wird der nicht mehr ganz heilen Heterowelt von Axel die Homosexualität von Norbert gegenübergestellt. Beim Film „Priscilla, Queen of the desert“ prallen zwei Männwelten aufeinander, die verschiedener nicht sein könnten: Hier drei Transvestiten mit ihren verführerischen Dessous und Schminke über den Barthaaren, dort die rauhen, bierbäuchigen Gesellen im australischen Busch mit ihren spiessigen Cowboy-Ansichten vom Mannsein. Der historischen Figur von Casanova, dem unser dritter Film gewidmet ist, gilt immer mehr das Interesse von MännerforscherInnen, die einen wichtigen Wesenszug des Mannes in ihm erkennen: Casanova hat sich die Bestätigung seiner Virilität über die zahlenmässig möglichst grosse Eroberung des weiblichen Geschlechts geholt. Der Preis dafür war seine Unfähigkeit sich ganz auf eine Person einzulassen und die Vereinsamung. Der letzte Film handelt von jugendlichen Ausreissern, deren Trip nicht nur wie geplant in schweisstreibende Abenteuer führt, sondern auch eine Reise ins Innere wird. Sie lernen dabei, für einander Verständnis und Solidarität zu empfinden. Dieser letzte Abend ist als reiner Männerabend programmiert, mit Dichterlesung, Film und Männerdisco. Auf dass die Männer auch unter ihresgleichen Nähe und Gefühle erleben!

Programmation: Duri Galler

Fr 03. November 2000 • 20:00 Uhr

PRISCILLA, QUEEN OF THE DESERT

Priscilla ist, wer würde es ahnen, keine Schöne der Nacht, sondern der Name einesumfunktionierten Schulbuses. Mitzi, Felicia und Bernadette, ein „Drag Queen“ Trio aus Sydney hat ihn zur Fummelburg auf Rädern gemacht und lässt damit die australische Wüste schrill, beherzt und auch akustisch erzittern.

Austr. 1994
104 Min, , 35 mm
Regie: Stephan Elliot
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So 05. November 2000 • 20:00 Uhr

DER BEWEGTE MANN

Ein Film, der mit viel Tempo, eine nicht ganz reale Geschichte zwischen Homo- und Heterosexualitä vorträgt. In dieser Gegenüberstellung liegt auch der interessantere Teil des Films. Ansonsten lockeres Kino, das von originellen Gags, vom Kultschauspieler Til Schweiger und vor allem von Joachim Kröl lebt.

BRD 1994
93 Min, , 35 mm
Regie: Ralf König
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So 19. November 2000 • 20:00 Uhr

GIACOMO CASANOVA

Man mag zu Fellinis Klamauk-Erotik stehen wie man mag, aber keinem anderen Regisseur ist die Geschichte von Casanova wohl derart auf dem Leib geschrieben wie ihm. Der Film erzählt melancholische und zugleich höchst komische Lebensabschnitte Casanovas, der im Aufklärungszeitalter von Voltaire durch die Betten von ganz Europa reist. Immer ist er gefangen in seine monotone Sexualität, die ihn vor dem Verfall und der Leere bewahren soll, am Schluss holen das Alter und die Gebrechen Casanova doch noch ein. Vorschau: wir verspeisen Fellini

Italien 1976
166 Min, , 35 mm
Regie: Federico Fellini
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So 26. November 2000 • 19:00 Uhr

STAND BY ME

19.00 Uhr Lesung vom Schriftsteller Jürgmeier (gemeinsamer Imbiss) 20.00 Uhr STAND BY ME

Vier zwölfjährige Jungs begeben sich auf eine Reise, die für sie zum Abschied von ihrer Kindheit wird. Was als kleine Abenteuerreise beginnt, entwickelt sich zusehends zu einer Herausforderung. Völlig auf sich allein gestellt, erleben sie, was Freundschaft und Zusammenhalt bedeuten, was es heisst, den anderen zu verstehen und wie schön es ist, sich verstanden zu fühlen. anschliessend Männerdisco, open end

USA 1984
87 Min, , 35 mm
Regie: Bob Reiner
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