Anime Japanische Animationsfilme Teil 1
In Japan beschreibt der Begriff Anime Animationsfilme aller Art. Die Amerikaner haben die Bezeichnung von den Japanern übernommen, seine Bedeutung aber auf die spezifisch japanischen Animationsfilme eingeengt. Die meisten Animes basieren auf Mangas, den meist mehrbändigen Comicbüchern. Die Geschichten sind häufig in Zukunftsszenarien oder in einer reichen Sagen und Mythenwelt angesiedelt und zeichnen sich durch unerwartete Wendungen und eine Faszination fürs Übersinnliche aus. Im Vergleich zu westlichen Comics und Animationsfilmen wird vielfach eine subtilere Bildsprache und ein spezifischer, hochentwickelter Stil verwendet. Anspielungen auf das japanische Alltagsleben oder auf andere Eigenheiten der japanischen Kultur entziehen sich meist dem Verständnis des westlichen Publikums. Doch auch gerade diese Dinge, die wir nicht sehen oder die wir nur erfühlen können, vermögen immer wieder die Faszination für das Fremdartige zu wecken. Die bombastischen Bilder und die oft atemberaubende Geschwindigkeit der Handlung vervollständigen den Genuss.
So 04. Juni 2000 • 20:15 Uhr
AKIRA
2019. Die Welt ist am Rande der absoluten Zerstörung. In Neo-Tokyo kämpfen Cyber-Punks und Motorrad Gangs um die Vorherrschaft, als plötzlich ein altes Testprojekt der Armee wieder zum Vorschein kommt. Versuchspersonen mit übernatürlichen Kräften werden zum Symbol der absoluten Macht. Allen voran ein Junge namens Akira, dessen Zerstörungskraft in der Vergangenheit schon einmal ausser Kontrolle geraten ist.
124 Min, , 35 mm
Regie: Katusuhiro Otomo
So 18. Juni 2000 • 20:15 Uhr
Hauru no ugoku shiro (Das wandelnde Schloss)
Nach den Grosserfolgen «Princess Mononoke» und «Spirited Away» zaubert der Anime-Meister Hayao Miyazaki erneut eine fantasievolle Erzählung auf die Leinwand. Diese ist besetzt mit drolligen Gestalten, bonbonfarbenen Szenerien und argem Kriegsgeschehen. «Howl’s Moving Castle» ist weniger düster als seine Vorgänger, thematisiert aber erneut unter dem lieblichen Deckmantel eines Märchens die dunklen Seiten und die grossen Fragen der Menschen: Liebe, Macht, Krieg.
119 Min, Jpn/d, digital
Regie: Hayao Miyazaki
So 25. Juni 2000 • 20:15 Uhr
GHOST IN THE SHELL
Die Spezialagentin Kusanagi besteht nach unzähligen, harten Einsätzen nur noch aus unverwüstlichen Ersatzteilen, einzig in ihrer titanen Hirnschale befindet sich ein Rest menschlicher Zellen. Physikalische Grenzen kennt sie keine mehr. Sie kann sich entmaterialisieren, sie stürzt sich von hohen Türmen wie ein Vogel und surft durch die Ströme elektronischer Hirne. Mit der Fähigkeit, ihr eigenes Nervensystem mit Computern kurzzuschliessen, wird sie zur Gegenspielerin eines übermächtigen Hackers, der eine neue, virtuelle Intelligenz repräsentiert.
Mamoru Oshii zeigte sich auch verantwortlich für die Anime-Szene in Kill Bill, Vol. 1.
82 Min, ,
Regie: Mamoru Oshii