WILLIAM SHAKESPEARE’S VERFILMUNGEN
What light through yonder window breaks? It is the east, and Juliet is the sun. Arise, fair sun, and kill the envious moon, Who is already sick and pale with grief That thou her maid art far more fair than she. Be not her maid, since she is envious; Her vestal livery is but sick and green, And none but fools do wear it; cast it off. It is my lady; O it is my love! (Romeo and Juliet, II.ii.2-10) Die poetische Sprache von William Shakespeare (1564-1616) weiss uns auch heute noch zu verzaubern. Wohl von keinem anderen werden so viele Werke immer noch und immer wieder aufgeführt oder verfilmt. Den September haben wir ganz Shakespeare gewidmet und zeigen eine Auswahl von seinem vielfältigem Schaffen, realisiert durch namhafte Regisseure.
So 02. September 2001 • 20:15 Uhr
A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM
Shakespeares Komödie um Irrungen und Wirrungen der Liebe im Zauberereich des Elfenkönigs wird in Michael Hoffmanns Neuverfilmung in die Toskana des 19. Jahrhunderts verlegt, ohne dass der zeitgeschichtliche Hintergrund thematisch genutzt würde. Das opulente, opernhafte Ausstattungsstück, beinahe kitschig, wird durch den glänzenden Hauptdarsteller Kevin Kline zu einem Genuss.
120 Min, ,
Regie: Michael Hoffmann
So 09. September 2001 • 20:15 Uhr
LOVE'S LABOUR'S LOST
Verfilmung des gleichnamigen, wenig bekannten Theaterstücks von William Shakespeare, die auf die zeitgenössischen Anspielungen verzichtet und die Handlung um die Errichtung eines wissenschaftlichen Utopias in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts verlegt. Zugleich wird das Stück durch die Verwendung vieler Gesangs- und Tanznummern in den Rang eines eleganten Musicals erhoben, was die Zeitlosigkeit der Liebesgeschichte noch unterstreicht.
93 Min, ,
Regie: Kenneth Branagh
So 16. September 2001 • 20:15 Uhr
MUCH ADO ABOUT NOTHING
Reeves Zwei Liebespaare finden sich am Hof des Gouverneurs Leonato. Während Claudio und Hero unter einer bösartigen Intrige zu leiden haben, machen sich Beatrice und Benedict mit gegenseitigen Schmähungen und Sticheleien selbst das Leben schwer. Als rasant-übermütige „screwball comedy“ konzipierte Shakespeare-Verfilmung, von einem gemischten Ensemble aus Theater- und Kinostars ausgezeichnet gespielt. Das Thema des Geschlechterkampfes steht im Mittelpunkt einer gleichermassen werkgetreuen wie „populären“ Theateradaption, die vor allem von ihrem sprühenden Sprachwitz lebt.
111 Min, ,
Regie: Kenneth Branagh
So 23. September 2001 • 20:15 Uhr
OTHELLO
Orson Welles‘ Verfilmung von Shakespeares Leidenschaftsdrama: Othello, stolzer Heerführer im Dienst der Republik Venedig, wird Opfer der Intrige Jagos und tötet aus Eifersucht seine über alles geliebte Desdemona. Der Film kam erstmals 1955 in die Kinos; die 1991 in England rekonstruierte, musikalisch bearbeitete Fassung ermöglicht die faszinierende Wiederbegegnung mit einem Klassiker: Welles verdichtet die Geschichte zu einem expressionistischen Licht- und Schattenspiel um den archaischen Kampf von Gut und Böse, wobei vor allem die atmosphärische Dichte und die barocke Fülle der Regieeinfälle fesseln.
91 Min, ,
Regie: Orson Welles
So 30. September 2001 • 20:15 Uhr
WILLIAM SHAKESPEARE'S ROMEO & JULIET
Kitsch und dem 400 Jahre alten Originaltext entstand eine durch die überbordende Fülle der Einfälle die Wahrnehmungsfähigkeiten des Zuschauers herausfordernde fulminante Version der shakespeareschen Liebestragödie für die MTV-Generation. Ein spannender Versuch, Shakespeare in einem aktuellen Kontext über Gewalt und moderne Medienkultur anzusiedeln.
120 Min, ,
Regie: Baz Luhrmann