Sci-Fi Teil 2
Die Frage, wie die Zukunft wohl aussehen mag, und ob wir die einzigen Lebewesen im Universum sind, haben wir uns alle sicher schon einmal gestellt. Dasselbe haben Filmschaffende seit den Anfängen des Kinos auch getan, und dies in ihren Filmen versucht umzusetzen.
In diesem Monat zeigen wir fünf Zukunftsvisionen, von fünf unterschiedlichen Regisseuren, deren Filme aus unterschiedlichen Jahren stammen. Die Zeitspanne der Filme reicht von 1959 bis 1997.
Programmation: Anita Lovasz
So 09. Februar 2003 • 20:15 Uhr
Blade Runner
Los Angeles im November 2019: eine schmutzige und übervölkerte Stadt. Das bessere Leben auf fernen Planeten wird versprochen. Welten, die durch Replikanten erschlossen wurden. Diese von der mächtigen Tyrell-Corporation hergestellten künstlichen Menschen sind äusserlich nicht mehr von den natürlich geborenen Menschen zu unterscheiden, verfügen jedoch über weit grössere Kräfte und entwickeln im Laufe der Zeit eigene Gefühle und Ambitionen. Sie werden mit einer auf vier Jahre begrenzten Lebensdauer ausgestattet und ihnen werden künstliche Erinnerungen implantiert. Den Replikanten ist es verboten, die Erde zu betreten. Für das Aufspüren und die Exekution von Replikanten sind die Blade Runner, spezielle Polizeibeamte, verantwortlich. Sie provozieren emotionale Reaktionen, um sie zu identifizieren, weil sie diese von Menschen unterscheiden.
117mins Min, ov/d,f, digital
Regie: Ridley Scott
So 16. Februar 2003 • 20:15 Uhr
DAS WISSEN VOM HEILEN
Das tibetische Grundlehrbehrbuch „Gyüschi“ (= Das Wissen vom Heilen) aus dem 12. Jahrhundert vertritt grundlegend verschiedene Auffassungen von Gesundheit und Krankheit als die westliche Lehrmeinung. In seinem Dokumentarfilm untersucht Franz Reichle die Tradition der tibetischen Medizin und versucht, ihren Heilerfolgen und ihren Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Auf die tibetische Medizin mit ihrem ganzheitlichen Menschenbild sprechen auch chronisch Kranke an, bei denen die westliche Medizin versagt. Das Ziel, Leiden zu heilen, wird auf der körperlichen, seelischen und geistigen Ebene angestrebt. Der erste umfassende Film über dieses Thema wirkt glaubwürdig, weil er nicht propagandistisch etwas verkaufen will, sondern nüchtern für eine Synthese von östlichem mit westlichem Wissensgut plädiert.
90 Min, ,
Regie: Franz Reichle