DAVID LYNCH
David Lynch ist einer der erfolgreichsten, aber auch einer der umstrittensten Filmregisseure der Gegenwart.
Mit der Absicht Maler zu werden hatte er mehrere Kunstschulen besucht. Seine bildnerischen Wurzeln kommen in seinen Filmen immer wieder zur Geltung: statt Geschichten zu erzählen versucht er vielmehr Arrangements und Bilder zu komponieren und den Zuschauer mitsamt seinen Sehgewohnheiten zu provozieren, die gesamte Gefühlspalette – vom Ekel bis zur traumverlorenen Liebe – visuell auszuschöpfen und mit den (verborgenen) Phantasien, mit den eigenen wie denen der Kinogänger, zu spielen.
Lynch weigert sich beharrlich, über den Sinn seiner Filme, ja sogar über das Zustandekommen verwickelter Einstellungen Auskunft zu geben. Er gehört zu den Künstlern, die erleichtert sind, wenn man ihnen ein Erklärungsmuster für ihre Arbeit liefert. Viel Spass damit!
Monatspezial -aktueller CH-Film:
nach den Solothurner Filmtagen in nur wenigen Kinos der Schweiz:
Samstag 24. Mai, 20. 15 Uhr & Sonntag 25. Mai, 17.00 Uh
So 04. Mai 2003 • 20:15 Uhr
BLUE VELVET
Roy Orbisons Song „Blue Velvet“ hatte die Welt schon fast vergessen. Bis eines Tages der Regisseur David Lynch ihn von Isabella Rossellini ins Mikrofon hauchen liess. Sein Film gleichen Titels bewegte so viele Gemüter wie selten ein Film zuvor.
Jeffrey erlebt sein blaues Wunder, als er die Spur eines abgeschnittenen Ohres bis in Dorothys Kleiderschrank verfolgt. Nicht nur, dass Dorothy ihn mit einem Küchenmesser stellt und auf ganz eigenwillige Art in Verlegenheit bringt. Jeffrey lernt bei dieser Gelegenheit auch gleich Frank Booth kennen, ein übler Bursche, der Dorothys gesamte Familie entführt hat und sich nun nach Belieben seines verzweifelten Opfers bedient.
120 Min, ,
Regie: David Lynch
So 11. Mai 2003 • 20:15 Uhr
THE ELEPHANT MAN
John Merrick, der Elefantenmensch, jenes Wesen von so monströser Hässlichkeit, dass es sein Haupt verhüllen zu müssen glaubte, wurde im Jahre 1862 in Leicester geboren, achtundzwanzig Jahre später starb Merrick in London.
Wie ein Tier wird Merrick auf dem Jahrmarkt ausgestellt, wo ihn der Arzt Treves sieht. Dieser leiht ihn sich aus und führt ihn nicht ohne Selbstgefälligkeit im Hörsaal vor. Das Schicksal des Elefantenmenschen ist Geschichte. Genauso setzt es Lynch in Szene. Er zeigt Bilder aus einer gewesenen Zeit. Er rekonstruiert eine Epoche mit der besessenen Liebe zum Detail, er stellt Gewesenes nach, um den ungeheuren Abstand zwischen uns und der Historie erst einmal zu betonen.
123 Min, ,
Regie: David Lynch
So 18. Mai 2003 • 20:15 Uhr
LOST HIGHWAY
Ein von Eifersucht zerfressener Jazzsaxophonist soll seine Frau grausam ermordet haben. Er wird verurteilt und ins Gefängnis gesteckt, wo ihn unerträgliche Kopfschmerzen plagen. Eines Morgens sitzt an seiner Stelle ein junger Mechaniker in der Zelle. Auf freien Fuss gesetzt, beginnt dieser eine Affäre mit der Geliebten eines Kunden, die der Frau des Musikers aufs Haar gleicht…
134 Min, ,
Regie: David Lynch
Sa 24. Mai 2003 • 20:15 Uhr
1/2 MIETE
Peter hat sich in den letzten Jahren ausschliesslich mit Computern und dem Knacken von geheimen Zugangsdaten beschäftigt. Dabei hat er jeden Bezug zur Realität verloren und auch nicht mitbekommen, dass seine Lebenspartnerin Julie immer tiefer in die Tablettensucht geschlittert ist. Eines Morgens findet er sie tot in der Badewanne. Vom Schock gelähmt, verlässt er wie in Trance Berlin. Der Zufall trägt ihn nach Köln, wo er anfängt, in fremden Wohnungen, ohne das Wissen der Hauptmieter, ein Schattendasein zu führen. Nur wiederum als geheimer Eindringling, wenn auch ganz analog, ist er geschätzt vor den Erinnerungen, die ihn jagen und den Gesichtern, die sein schlechtes Gewissen erzeugt. Langsam findet er den Weg zu echter Kommunikation und aufrichtiger Trauer.
92 Min, ,
Regie: Marc Ottiker
So 25. Mai 2003 • 17:00 Uhr
1/2 MIETE
Peter hat sich in den letzten Jahren ausschliesslich mit Computern und dem Knacken von geheimen Zugangsdaten beschäftigt. Dabei hat er jeden Bezug zur Realität verloren und auch nicht mitbekommen, dass seine Lebenspartnerin Julie immer tiefer in die Tablettensucht geschlittert ist. Eines Morgens findet er sie tot in der Badewanne. Vom Schock gelähmt, verlässt er wie in Trance Berlin. Der Zufall trägt ihn nach Köln, wo er anfängt, in fremden Wohnungen, ohne das Wissen der Hauptmieter, ein Schattendasein zu führen. Nur wiederum als geheimer Eindringling, wenn auch ganz analog, ist er geschätzt vor den Erinnerungen, die ihn jagen und den Gesichtern, die sein schlechtes Gewissen erzeugt. Langsam findet er den Weg zu echter Kommunikation und aufrichtiger Trauer.
92 Min, ,
Regie: Marc Ottiker
So 25. Mai 2003 • 20:15 Uhr
THE STRAIGHT STORY
Der für seine Eigenwilligkeit bekannte 73-jährige Alvin Straight hat sich in den Kopf gesetzt, seinen erkrankten Bruder, zu dem er seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr hatte, zu besuchen.
Da er kein Auto mehr fahren kann, beschliesst er, den langen Weg auf seinem 66erJohn-Deere-Rasenmäher anzutreten. Wenn Alvin auf seinem Rasenmäher mit 5 Meilen pro Stunde über die scheinbar unendlich gerade Strasse in Richtung Westen strebt, ist er Traktor- und Pilgerfahrer zugleich. Er begegnet Menschen, deren bewegende Geschichten seine Erinnerungen aufwühlen. Alvin lässt sich trotz allem nicht aus der Ruhe bringen. Von einer Station zur nächsten reist er mit grosser Beharrlichkeit seinem Ziel entgegen.
111 Min, ,
Regie: David Lynch