DON QUICHOTTE Teil 2 + FILMNACHT
„And the winner is …….“ Mit dieser Phrase werden einmal im Jahr die Oscars in Hollywood verteilt, Tränen vergossen, Kleider von Stars kommentiert, Vätern und Müttern gedankt. Filme mit kleinen Budgets, die nicht in den U.S.A. produziert sind, mit unbekannten Namen, finden den Weg nicht in die Glamourwelt Hollywoods. Solche Filme erhalten aber vielleicht den Don Quichotte Preis.
Das Kino Nische ist Mitglied beim internationalen Verband der Filmklubs und nicht gewinnorientierten Kinos. Dieser Verband stellt an rund 15 Filmfestivals eine Jury, die eben diesen Don Quichotte Preis an aussergewöhnliche Filme verteilt. Wir zeigen ihnen im Juni und Juli sechs Filme, die mit einem Don Quichotte ausgezeichnet wurden.
Mit diesem Programm verabschieden wir uns in die Sommerpause. Verpassen sie aber nicht unsere Kinonacht am 12. Juli und unser traditionelles Openair Kino am 15./16. August.
So 06. Juli 2003 • 20:15 Uhr
Elling
Für den mittlerweile 40 Jahre alten Elling, der seit seiner Geburt vom Leben abgeschirmt im Haus seiner Mutter lebt, bricht nach deren Tod eine Welt zusammen. Unfähig, sein eigenes Leben zu meistern, wird er in eine Anstalt eingewiesen. Dort trifft er auf Kjell Bjarne, einen gleichwohl liebenswerten wie molligen Kraftprotz, der unter seinem chronischen Misserfolg beim weiblichen Geschlecht leidet. Zwei Jahre später werden die mittlerweile befreundeten Zimmernachbarn in ein staatlich subventioniertes WG-Leben entlassen, damit sie endlich Anschluss an die Welt finden.
Das ist aber gar nicht so einfach: Bereits alltägliche Kleinigkeiten wie Telefonieren oder Einkaufen stellen für die Beiden scheinbar unüberwindbare Hürden dar. Nur dank viel Geduld und gegenseitiger Hilfe schaffen es die Schicksalsgefährten schliesslich, auf eigenen Füssen zu stehen und ihre Träume zu verwirklichen.
Mit „Elling“ hat Peter Naess einen liebevollen, lustigen Film voller menschlicher Wärme geschaffen – eine lohnende Alternative zu Weihnachtsliedern und Festschmaus!
90 Min, No/f/d,
Regie: Peter Naess
Sa 12. Juli 2003 • 20:30 Uhr
BARTON FINK
Bühnenautor Barton Fink, der in Hollywood zwar Drehbücher schreiben sollte, vom Kino aber nichts versteht, wartet in seiner heruntergekommenen Bleibe vergeblich darauf, von der Muse geküsst zu werden. Zum Glück ist da sein Zimmernachbar, der sich als Freund aufdrängt, eine dubiose Figur, die auch schon mal über Leichen geht – im wahrsten Sinne des Wortes. So wird aus einer kafkaesken Komödie über die Nöte eines Kreativen ein pechschwarzer Thriller.
116 Min, ,
Regie: Joel und Ethan Coen
Sa 12. Juli 2003 • 23:00 Uhr
The Big Lebowski
Der Film spielt in Los Angeles Anfang der 1990er. Der Alt-Hippie Jeffrey Lebowski, der sich selbst nur der Dude nennt, schiebt im wahrsten Sinne des Wortes eine ruhige Kugel als Bowler: Er entspannt sich zwischen den regelmäßigen Bowlingrunden mit seinen Freunden Walter Sobchak und Donny Kerabatsos, mit dem Lauschen von Walgesängen, dem Trinken von White Russians und dem Rauchen von Joints in der Badewanne.
Dieses beschauliche Leben ändert sich schlagartig, als zwei Schlägertypen bei ihm eindringen, weil sie ihn für einen Millionär gleichen Namens halten, dessen Frau Bunny Lebowski ihrem Boss Geld schuldet. Um ihn einzuschüchtern, taucht ihn der eine kopfüber in die Toilette, während der andere auf seinen Lieblingsteppich uriniert.
117 Min, Englisch/d,
Regie: Coen Brothers
So 13. Juli 2003 • 02:00 Uhr
Blood Simple (Director's Cut)
Im ersten Streich der Coen Brothers hat Frances McDormand ihren ersten furiosen Auftritt als todunglückliche Ehefrau, die sich mit dem Angestellten ihres Mannes tröstet. Doch der gehörnte Ehemann heuert einen Privatdetektiv an und alle Beteiligten geraten in einen mörderischen Strudel der Ereignisse. Bitterböse Abrechnung mit dem US-amerikanischen Kleinbürgertum und Hommage an Hitchcock sowie den Film noir.
96 Min, en/de, digital
Regie: Joel & Ethan Coen