Programm

Beziehungen

In diesem Monat dreht sich in der Nische alles um zwischenmenschliche Beziehungen. Das Kino erlaubt uns einfühlsame und zum Teil ungewohnt nahe Einblicke in die intimen Beziehungsgefüge der Protagonisten. Und doch bleiben wir als Zuschauer stets Aussenstehende.

Die vier Filme zeigen auf, wie verschiedenartig Beziehungen sein können und dass sie letztlich nach ihren eigenen Gesetze funktionieren – oder eben nicht. Es geht nicht nur darum, wer mit wem in eine Beziehung tritt, sondern auch darum, was die verbindenden oder auseinander treibenden Faktoren sind und in welcher Intensität die Beziehung gelebt und erfahren wird. Eindrücklich ist, wie in Beziehungen vieles unausgesprochen bleibt und doch die Entwicklung der Personen und ihrer Gefühle füreinander entscheidend prägen kann.

Wir freuen uns, im Februar vier neuere Filme (inklusive einer Winterthur-Premiere) zu diesem alltäglichen und facettenreichen Thema zu zeigen.

Programmation: Patrik Bischofberger

So 03. Februar 2008 • 19:30 Uhr

GRBAVICA

Eine Mutter lebt mit ihrer Tochter allein erziehend in einer Stadt. Die beiden verstehen sich gut, machen manchmal freundschaftlich gemeinsame Sache, aber immer wieder treten auch die Konflikte auf, die zwischen einer Mutter und einer Tochter entstehen können. Ein verspielter Moment kann bei den beiden ohne Vorwarnung in einen Schmerz kippen, der ahnen lässt, dass es da Wunden gibt, die höchstens an der Oberfläche verheilt sind.
Ein zutiefst bewegender Film über die Gegenwart des Gewesenen nach einem Krieg in einem Land, in dem oberflächlich betrachtet wieder Frieden herrscht.
Ausgezeichnet mit dem Goldenen Bären 2006.

Bosnien 2006
92 Min, serbokroatisch/df ,
Regie: Jasmina Zbanic
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So 10. Februar 2008 • 19:30 Uhr

EUPHORIA

Absolute Liebes-Leidenschaft ist angesagt, hinein gezaubert in die grossartige russische Landschaft am Don, wo sich zwei Liebende verhalten wie Kinder. Doch die Frau ist mit einem anderen Mann verheiratet, und dieser wird dem Paar keine Ruhe lassen.
Der sibirische Regisseur Ivan Vyrypaev gehört zu den Stars im jungen russischen Theater. Sein packendes Kinodebüt hat er selber geschrieben und in der Natur der Steppe inszeniert. Die Ausgangslage ist klar, das Ende mag erahnbar sein; was hier besticht, ist die ungemeine Wucht.

Russland 2006
73 Min, Russisch/df ,
Regie: Ivan Vyrypaev
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So 17. Februar 2008 • 19:30 Uhr

PRINCESAS

Der warmherzige Film erzählt mit viel Gefühl die Geschichte zweier Prostituierter, welche trotz all ihrer Differenzen eine unzerbrechliche Freundschaft verbindet, während sie versuchen in der grossen Stadt über die Runden zu kommen.
Der Film kommt ungeschminkt daher, beschönigt nichts, ist aber keine Sekunde voyeuristisch, sondern gibt einfühlsam Einblicke in einen harten Job.

Spanien 2005
113 Min, Sp/d/f,
Regie: Fernando León de Aranoa
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So 24. Februar 2008 • 19:30 Uhr

THE SECRET LIFE OF WORDS

Josef hat bei der Explosion auf einer Bohrinsel schwerste Verbrennungen erlitten. Er ist vorübergehend erblindet. Während er das Gespräch mit der mysteriösen Krankenschwester sucht, bringt sie kaum ein Wort über die Lippen. Und doch entwickelt sich eine einzigartige Intimität zwischen den beiden.
Ein Film über das Gewicht der Vergangenheit, über die Stärke des Schweigens, aber auch über die Macht des Sprechens. Und nicht zuletzt über die heilende Kraft der Liebe.

Spanien 2005
112 Min, E/d/f,
Regie: Isabel Coixet
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Mi 27. Februar 2008 • 20:00 Uhr

7 MULDEN UND EINE LEICHE

Mutter Haemmerli stirbt einsam und hinterlässt ihren Nachkommen ein Durcheinander sondergleichen. Ihre Wohnung ist ein heilloses „Puff“. Einen Monat lang räumen die Söhne Thomas und Erik auf und finden im Chaos Filmaufnahmen der Familie, die bis in die 30er Jahre zurück reichen. So entsteht eine kuriose Familiensaga, in der Baronessen und Comtes, italienische Schürzenjäger, aber auch der junge Kofi Annan eine Rolle spielen. In schnellem Rhythmus erzählt und unkonventionell montiert, ist der Film schwarzem Humor verpflichtet.

www.messiemutter.de

Schweiz 2007
84 Min, D,
Regie: Thomas Haemmerli
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So 02. März 2008 • 11:00 Uhr

7 MULDEN UND EINE LEICHE

Mutter Haemmerli stirbt einsam und hinterlässt ihren Nachkommen ein Durcheinander sondergleichen. Ihre Wohnung ist ein heilloses „Puff“. Einen Monat lang räumen die Söhne Thomas und Erik auf und finden im Chaos Filmaufnahmen der Familie, die bis in die 30er Jahre zurück reichen. So entsteht eine kuriose Familiensaga, in der Baronessen und Comtes, italienische Schürzenjäger, aber auch der junge Kofi Annan eine Rolle spielen. In schnellem Rhythmus erzählt und unkonventionell montiert, ist der Film schwarzem Humor verpflichtet.

www.messiemutter.de

Schweiz 2007
84 Min, D,
Regie: Thomas Haemmerli
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