Programm

Cine español – spanisches Kino

Pedro Almodóvar kennen wir alle! Doch fernab des „gran maestro“ hat Spanien unzählige kleine Produktionen geschaffen, auf die ein näherer Blick zu werfen es sich lohnt. „Leise“, „leicht“ und „unauffällig“ sind nicht unbedingt Attribute, die man dem spanischen Kino zuschreibt. Umso interessanter sind die fünf ausgewählten Filme, weil sie ihre Geschichten fast unaufdringlich wiedergeben: Im Zentrum stehen Protagonisten, die sich aus den Klauen ihrer Schicksalsschläge befreien, sich in ungewohnten Situationen beweisen müssen und dabei unerwartete Kräfte in sich wecken.

Programmation: Cathrin Michael

So 02. Mai 2010 • 19:30 Uhr

Azul oscuro casi negro

Der spanische Regisseur Daniel Sánchez Arévalo gewährt uns in seinem mehrfach ausgezeichneten Debüt «Azul oscuro casi negro» Einblicke in die Träume und die Realität eines jungen Madrilenen. Gleichzeitig entwirft er ein Porträt einer Arbeiterklasse, aus der es fast unmöglich ist auszubrechen. Dennoch prägt den Film eine heitere, hoffnungsvolle Grundstimmung, die von schrillen Nebentönen begleitet wird. Eine wunderbar fantasievolle Geschichte.

Spanien 2007
105 Min, Sp,d,f, digital
Regie: Daniel Sánchez Arévalo
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So 09. Mai 2010 • 19:30 Uhr

Lucia y el Sexo

In Madrid arbeitet die junge Lucía als Kellnerin. Nachdem sie meint, ihren Freund, den Schriftsteller Lorenzo, verloren zu haben, sucht sie Zuflucht auf einer abgelegenen Insel im Mittelmeer. Von frischer Luft und brennender Sonne umgeben, beginnt sie, die dunklen Seiten ihrer just vergangenen Beziehung zu entdecken. Als wären sie Passagen eines Romans, die Lorenzo sie aus der Ferne zu lesen auffordert. Die Geschichte ist ein elegantes Verwirrstück um Schein und Sein, um Dichtung und Wahrheit.

Spanien 2001
128 Min, Sp/d/f,
Regie: Julio Medem
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So 16. Mai 2010 • 19:30 Uhr

Un Franco, 14 Pesetas

Spanien, 1960. Seit ihrer Hochzeit leben Martin und seine Frau mit ihrem inzwischen 6-jährigen Sohn und dessen Grosseltern in einer dunklen madrilener Kellerwohnung. Obschon er qualifizierter Arbeiter ist, kann er seine Familie nur mit Müh und Not über Wasser halten. Martin und sein Freund Marcos entscheiden sich, in der Schweiz nach Arbeit zu suchen und ihre Familien in der Heimat zurückzulassen. Beeindruckt von der Freundlichkeit und der Offenheit der Schweizer Bevölkerung, passen sie sich schnell der neuen Mentalität an. Die Rückkehr nach Spanien viele Jahre später, fällt dann deutlich schwerer wie gedacht…

Spanien 2006
106 Min, Sp/d/f,
Regie: Carlos Iglésias
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So 23. Mai 2010 • 19:30 Uhr

Te Doy Mis Ojos

In einer Winternacht flieht Pilar von zu Hause. Ausser ein paar wenigen Dingen nimmt sie lediglich ihren Sohn Juan mit. Wieder einmal musste sie die Aggressionen ihres Ehemannes Antonio über sich ergehen lassen. Antonio weiss, dass sie bei ihrer Schwester Zuflucht gefunden hat und versucht, sie zurück zu holen. Der mit sieben „Goyas“ ausgezeichnete Film zeigt ein vielschichtiges Portrait zum Thema Gewalt, ohne sich der gängigen Klischees zu bedienen. Eine bewegende Geschichte über Gewalt in der Ehe – und über die Liebe.

Spanien 2003
107 Min, Sp/d/f,
Regie: : Iciar Bollain
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So 30. Mai 2010 • 19:30 Uhr

My Life Without Me

In Anns Leben ist vieles nicht optimal verlaufen: Sie ist 24 Jahre jung, lebt mit ihrem Mann Don und ihren beiden Töchtern in einem Wohnwagen hinter dem Haus ihrer Mutter und putzt nachts die menschenleeren Hallen der örtlichen Universität. Als bei Ann eine unheilbare Krebserkrankung diagnostiziert wird, die ihr nur noch zwei Monate zu leben lässt, beschliesst sie, sich in ihrer verbleibenden Zeit nicht auf das Sterben, sondern auf das Leben zu konzentrieren.

Spanien 2003
106 Min, E/d/f,
Regie: Isabel Coixet
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