Programm

Fatih Akin

Die Poesie des ungeschminkten Lebens

Im Februar taucht das Kino Nische in das Filmschaffen des wohl berühmtesten deutsch-türkischen Regisseurs, Drehbuchautoren und Produzenten ein: Fatih Akin, Sohn türkischer Einwanderer, ist im multikulturellen Hamburg-Altona aufgewachsen und erzählt in seinen Filmen von der Sehnsucht, vom Kampf ums Überleben, der Suche nach Identität zwischen Hamburg und Istanbul.

Seine Filme sind explosiv und voller Lebenskraft, erzählen ihre Geschichten auf unverblümte, gnadenlose, rasante, ja, gar rauschartige Art und Weise. Fatih Akin beweist, dass das Derbe und Raue nie das Feinfühlige und Poetische ausschliesst – er zeigt uns die Poesie des ungeschminkten Lebens.

Programmation: Natalina Töndury

So 03. Februar 2013 • 19:30 Uhr

Soul Kitchen

Der Deutschgrieche Zinos besitzt einen Imbiss, der zwar weder Millionen abwirft, noch Michelin-Sterne gewinnt, doch für die treue Kundschaft ein Ort der Begegnung ist. Als Zinos allerdings gesundheitliche Probleme bekommt, es privat nicht rund läuft und auch noch das Finanzamt vor der Tür steht, ziehen dunkle Wolken auf. Dann lernt Zinos zufällig den exzentrischen Küchenchef Shayn kennen und das “Soul Kitchen” entwickelt sich in kürzester Zeit zum Szenelokal. Doch Zinos hat die Rechnung ohne seine kriminelle Verwandtschaft gemacht. Gutes Essen, gute Dialoge und viel gute Musik!

D 2009
100 Min, de, digital
Regie: Fatih Akin
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So 10. Februar 2013 • 19:30 Uhr

Chiko

Chiko (Denis Moschitto) und Tibet (Volkan Özcan), aufgewachsen in einem Hamburger Problemquartier, träumen vom schnellen Geld, von fetten Autos und Macht. Um an die Kohle zu kommen, gehen sie mit dem Drogenboss Brownie (Moritz Bleibtreu) einen schlechten Deal ein. Da beginnt sich die Abwärtsspirale aus Gewalt, Drogen und Leere zu drehen… Das Spielfilmdebüt des damals 28-jährigen Deutsch-Türken Özgür Yildirim (Zögling des «Chiko»-Produzenten Fatih Akin) ist ein hartes, beeindruckendes und authentisches Gangsterdrama, das sich nicht für schwache Nerven eignet. Yildirim: «Mit meinem Film will ich ein Stück Realität zeigen. Und die ist nun mal roh und rau und ungeschminkt.»

Deutschland, Italien 2008
92 Min, D, 35mm
Regie: Fatih Akin
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So 17. Februar 2013 • 19:30 Uhr

Takva

Der strenggläubige Muharrem (Erkan Can) lebt zurückgezogen in Istanbuls historischem Viertel Süleymaniye. Er meidet jede Sünde und verpasst keinen Gottesdienst. Deswegen wird er vom Klosteroberhaupt fürs Eintreiben der Mieten der zahlreichen Liegenschaften und Besitztümer des Ordens engagiert. Je mehr Einblick Muharrem in die säkulare Welt erhält, desto deutlicher registriert er Betrug, Missbrauch und Heuchelei in den Reihen der scheinbar gottesfürchtigen Bosse. «Takva» ist ein aufwühlendes Drama, das vom Gewissenskonflikt eines frommen Moslems erzählt. Ein intensives, visuell überzeugendes und präzise inszeniertes Erstlingswerk, das von Fatih Akin mitproduziert wurde und ohne ideologischen Zeigefinger auskommt.

Türkei 2007
96 Min, Ov/D, 35mm
Regie: Özer Kiziltan
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So 24. Februar 2013 • 19:30 Uhr

Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul

Fatih Akin begleitet Alexander Hacke (Bassist der Band „Einstürzende Neubauten“) auf eine musikalische Entdeckungsreise durch Istanbul. Mit einem mobilen Aufnahmestudio suchen die beiden nach der musikalischen Seele der Stadt. Und sie werden fündig: „Crossing the Bridge – the Sound of Istanbul“ zeigt die musikalische Vielfalt und lebendige Musikszene Istanbuls und stellt dem Publikum fünfzehn verschiedene Interpreten vor. Das Spektrum reicht dabei von modernen elektronischen Klängen über Rock und Hip-Hop bis hin zu klassischer Arabesque-Musik. Wir verlassen den Kinosaal mit Musik in den Ohren und Tanzlust in den Beinen.

Türkei/Deutschland 2005
90 Min, Ov/D, 35mm
Regie: Fatih Akin
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