Programm

Das Austro Kino

„Feel-bad Cinema“ – könnte das Leitmotiv der gegenwärtigen Filmszene in Österreich lauten. Das Kino Nische präsentiert im Juni fünf Filme herausstechender Filmschaffender des österreichischen Autorenkinos – gezeigt werden verstörende Bilder und schockierende Erzählungen von Existenzen am Rande der Moralität, purem Realismus und subversivem Horror, das einem sprichwörtlich der Kaiserschmarrn im Halse stecken bleibt.

Programmation: Christine Ruthner

So 02. Juni 2013 • 19:30 Uhr

Revanche

Alex, Handlanger eines Bordellbesitzers, und die ukrainische Prostituierte Tamara sind ein heimliches Liebespaar. Um aus dem Wiener Rotlichtmilieu auszubrechen, fasst Alex den Plan, eine Kleinstadt-Bank auf dem Land zu überfallen. Tamara besteht darauf, ihren Freund zu begleiten. Auf der Flucht stosst zufällig der Polizist Robert dazu und schiesst auf den davonrasenden Wagen des Paares. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Österreich 2008
121 Min, d , 35mm
Regie: Götz Spielmann
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So 09. Juni 2013 • 19:30 Uhr

Benny's Video

Benny steht am Beginn seiner Pubertät, seine Eltern sorgen sich kaum um ihn. In der Welt der Videofilme findet er emotionalen Ersatz. Er lernt ein Mädchen kennen. Was wie eine scheue Liebesgeschichte beginnt, endet in einer Katastrophe, die das Leben der Familie von Grund auf verändert.

Österreich/Schweiz 1992
105 Min, d, 35mm
Regie: Michael Haneke
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So 16. Juni 2013 • 19:30 Uhr

Michael

Michael ist Junggeselle, ein Versicherungsangestellter, der von seinen Arbeitskollegen und seinem Chef geschätzt wird. Hinter dem Gesicht des unscheinbaren Menschen, hinter heruntergelassenen Jalousien und schallgedämpften Kellertüren, hält Michael den zehnjährigen Wolfgang gefangen und missbraucht ihn in regelmässigen Abständen. Inszeniert werden die Geschehnisse in einer Art subjektiver Normalität, bis Wolfgang beginnt, gegen seinen Peiniger zu rebellieren.

Österreich 2011
97 Min, d , 35mm
Regie: Michael Schleinzer
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So 23. Juni 2013 • 19:30 Uhr

Import/Export

Eine Krankenschwester und allein erziehende Mutter aus der Ukraine sucht in Österreich nach einem besseren Leben. Ein österreichischer Wachmann verliert seinen Job und findet sich irgendwann in der Ukraine wieder, wo er Kaugummi- und Videospielautomaten aufstellt, um seine Schulden loszuwerden. Die Beiden treffen sich nicht, es verbindet sie aber ihr Kampf um ein menschenwürdiges Dasein und einen Sinn im Leben.

Österreich 2007
135 Min, d, 35mm
Regie: Ulrich Seidl
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So 30. Juni 2013 • 19:30 Uhr

Böse Zellen

Die Geschichte unterschiedlicher, durch vergangene Ereignisse miteinander verbundener Figuren und Familien. Tote wollen nicht tot sein, Lebende nicht leben, Talkshows, Kaufhäuser und Gewinnspiele lassen die Einsamkeit kurz vergessen. Eine Katastrophe verlangt den Neubeginn, Schuld schreit nach Erlösung.

Österreich 2003
120 Min, d, Digital
Regie: Barbara Albert
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