Programm

The Sad Clown: Robin Williams

In Erinnerung an Robin Williams, verstorben am 13. August 2014, zeigen wir fünf von 80 Filmen, in denen er mitwirkte. Bekannt geworden war er vor allem als Darsteller gefühlvoller Rollen oder in Kinderfilmen. Wobei ihm dies beinahe zum Verhängnis wurde, da es den Anschein machte, er sei der erhabene Gutmensch, den er darstellte. Durch seine später bekannt gewordene Alkohol- und Drogensucht veränderte sich sein Image eher in Richtung trauriger Clown. Wie kein anderer vermochte Robin Williams mit einem sprühenden Funkeln in den Augen zu rühren oder ans Mitgefühl zu appellieren. Sein Appell an kritisches und eigenständiges Denken in „Dead Poets Society“ bleibt unvergessen. Jedoch konnte er das Vorurteil des ausnahmslos auf gefühlvoll gecasteten Darstellers wieder wettmachen, wie etwa mit der Rolle des Psychopathen in „One Hour Photo“ oder „Insomnia“, in der er umso unheimlicher in der Hülle des Biedermannes wirkt. Darum widmen wir Robin Williams den ganzen Monat November mit einem schönen Potpourri seines facettenreichen Schauspiels. „You’re only given a little spark of madness. You mustn’t lose it.“ -Robin Williams, 1978

Programmation: Jan Schoch

So 02. November 2014 • 19:30 Uhr

THE WORLD ACCORDING TO GARP

Nach dem Erfolgsroman von John Irving inszenierter Film über das Leben, Glücksstreben und Sterben des Schriftstellers T.S. Garp, dessen ausgeprägter Familiensinn mit den Verrücktheiten und Grausamkeiten dieser Welt nicht in Einklang zu bringen ist. Eine stilsicher inszenierte, episodisch angelegte Tragikomödie über Leben, Liebe und Tod; ein zugleich heiter und traurig stimmender Film voller Lebensweisheiten und -wahrheiten.

USA 1982
136 Min, e/d, digital
Regie: George Roy Hill
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So 09. November 2014 • 19:30 Uhr

ONE HOUR PHOTO

Sy (Robin Williams) ist der freundliche Chef des Fotolabors in einem riesigen Supermarkt. Er träumt sich in das Leben der Menschen, deren Fotos er Tag für Tag entwickelt und abzieht. Besonders die Familie um Nina (Connie Nielsen) und Will Yorkin (Michael Vartan) hat es ihm angetan. Als Sy entdeckt, dass Will seine Frau betrügt, beginnt der menschenscheue und introvertierte Mann sich langsam in das Leben der Familie einzumischen. Er möchte Will bestrafen und sieht sich schon selbst an der Seite der hübschen Nina. Ein nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ist Sy zu einem Verbrechen fähig? Steckt hinter dem freundlichen Gesicht des Fotoverkäufers eine vom Gefühl der Abweisung gepeinigte Bestie? Oder ist da nur eine Seele, die nach Zuwendung schreit?

USA 2002
96 Min, e/d, 35mm
Regie: Mark Romanek
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So 16. November 2014 • 19:30 Uhr

INSOMNIA

Nomen est (anti-) Omen. Der angesehene Detective Dormer (Al Pacino) reist nach Alaska, um einen Mord aufzuklären. Der atmosphärische Thriller, der in Nightmute (!) zur Sommerzeit spielt, wirkt trotz oder gerade wegen der nie untergehenden Sonne und des an Schlaflosigkeit leidenden Detectives düster. Robin Williams, für einmal als Mörder (Walter Finch), spielt den Gegenpart von Dormer. Mit der Zeit beginnen die Grenzen von Gut und Böse zu verschwimmen, und man wird in das Psychoduell der Beiden hineingezogen. Während Dormer mit dem Mangel an Schlaf und dessen Folgen kämpft, kommt die Dorfpolizistin Ellie Burr (Hilary Swank) langsam dem Tatbestand auf die Spur. Bis zum Schluss ein spannender Thriller, der einen nicht nur durch starke Bilder, einen intensiven Soundtrack, sondern auch durch überzeugendes Schauspiel packt!

USA/Canada 2002
118 Min, e/d, digital
Regie: Christopher Nolan
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So 23. November 2014 • 19:30 Uhr

WHAT DREAMS MAY COME

Das Leben des Kinderarztes Chris (Robin Williams) und seiner Ehefrau Annie (Annabella Sciorra) scheint perfekt. Doch es endet jäh, als ihre beiden Kinder bei einem Unfall umkommen. Als auch Chris stirbt, kämpft Annie, die als Gemälderestauratorin arbeitet, schwer mit ihrer Trauer. Chris kann Annie vom Himmel aus dabei beobachten, aber ihr nicht helfen. Verzweifelt nimmt sie sich das Leben. Daraufhin versucht er sie zu finden, muss aber erfahren, dass sie in der Hölle gelandet ist. Der poetische Film lässt einen in eine gepinselte Traumwelt eintauchen und behandelt Themen der Trauer und Sehnsucht.

USA 1998
113 Min, e/d, digital
Regie: Vincent Ward
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So 30. November 2014 • 19:30 Uhr

GOOD MORNING, VIETNAM!

Vietnamkrieg im Jahre 1965: Der Radiomoderator Adrian Cronauer (Robin Williams) sorgt für Stimmung unter den Soldaten mit Rock ’n‘ Roll und launigen Sprüchen. Bei den Vorgesetzten jedoch macht er sich unbeliebt durch seine respektlose Art und seine kritischen Beiträge. Als einzigartiger Antikriegsfilm gehört „Good Morning, Vietnam!“ zu den Filmklassikern.

USA 1988
121 Min, e/d, digital
Regie: Barry Levinson
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