Programm

Il paese e i suoi abitanti

La dolce vita, Il Postino, Fellini, Benigni -längst wissen wir, dass Italien auf der grossen Leinwand was zu bieten hat. Der Juni bringt in die Nische, was unter napoletanischen Müllbergen verborgen bleibt: mafiöse Geschichten ohne Hochglanz- Gangster. Nicht nur politisches, sondern auch ganz persönliches Chaos. Die kleinen Schönheiten des Lebens, die neben Luxus und Opulenz manchmal drohen vergessen zu gehen. Und nicht zuletzt Spaghetti mal nicht auf dem Teller, sondern als Western. Italienità pur vor der grossen Sommerpause.

Programmation: Annina Herzog

So 01. Juni 2014 • 19:30 Uhr

GOMORRA

«Gomorra erzählt fünf Lebensgeschichten aus der napoletanischen Suburbia: Von Don Ciro, dem Buchhalter der Mafia, der sich darauf beruft, immer nur Befehle ausgeübt zu haben. Von Marco und Ciro, die glauben, an den Bossen vorbei für die eigene Tasche arbeiten zu können. Von Franco, dem Unternehmer der Mafia, der sein Lächeln anlegt wie einen Leinenanzug. Vom Schneider Pasquale, der den Chinesen das Schneidern von Haute Couture beibringt. Und von dem Jungen Totò, der zwischen die Fronten der Bandenkriege gerät. Garrones Film belehrt nicht, sondern zeigt. Bosse in Badelatschen und Bermudashorts. Böse, kleine Jungs, die Frauen verraten. Zwei Narren, die das Leben mit einer DVD verwechseln. Eine in sich geschlossene Welt, in der unten oben ist.

Italien 2008
135 Min, It/d/f, 35mm
Regie: Matteo Garrone
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So 08. Juni 2014 • 19:30 Uhr

L'INDUSTRIALE

Der vierzigjährige Nicola ist Fabrikbesitzer in Turin. Die Wirtschaftskrise, die Italien in eisernem Griff hat, erfasst auch sein Unternehmen. Von Schulden und den Forderungen der Banken in die Enge getrieben, steht Nicola kurz vor der Pleite. Nur eine grössere Bürgschaft seiner Frau Laura und deren Mutter könnte ihn noch retten. Doch muss er feststellen, dass Laura sich von ihm zu entfremden scheint und eigene Wege geht. Um sich aus der aussichtslosen Lage zu befreien, greift Nicola zu immer skrupelloseren Methoden, während die von Entlassung bedrohten Arbeiter lautstark protestieren. Giuliano Montaldo, einer der Altmeister des politisch engagierten Films, zeigt auf beeindruckende Weise, wie die ökonomische Krise alle Bereiche des menschlichen Lebens verändert. Ein scharfsichtiger Film über die heutige Zeit.

Italien 2011
94 Min, It/d, 35mm
Regie: Giuliano Montaldo
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So 15. Juni 2014 • 19:30 Uhr

Die rechte und die linke Hand des Teufels

Die ungleichen Brüder: Der Müde Joe (die rechte Hand des Teufels / Terence Hill) und Der Kleine (die linke Hand des Teufels / Bud Spencer) schwindeln und prügeln sich mit lockeren Sprüchen und Fäusten durch den Wilden Westen. Mit «Die rechte und die linke Hand des Teufels» (Lo chiamavano Trinità) war das Genre der Westernkomödie geboren und die Karriere dieses legendären Hau-drauf-Duos setze zu ihrem Höhenflug an.

Italien 1970
110 Min, it/de, digital
Regie: Enzo Barboni
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So 22. Juni 2014 • 19:30 Uhr

LA GRANDE BELLEZZA

Jep Gambardella steuert auf die 65 zu. Seit er sich vor 40 Jahren ins mondäne Leben Roms stürzte, besteht sein Leben aus Partys, schönen Frauen und schillernden Menschen. Er scheint sein Leben zu genießen. Doch Jep sieht auch die Oberflächlichkeit und die Opulenz der Gesellschaft, von der er selbst Teil ist. Ein melancholisch-träumerischer, hypnotisch-verführerischer Film über Exzess, Dekadenz und das eitle Geschwätz der gehobenen Gesellschaft. Und in all der Schönheit und Pracht, die Suche nach Erfüllung.

Italien, Frankreich 2013
142 Min, It/d, digital
Regie: Paolo Sorrentino
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So 29. Juni 2014 • 19:30 Uhr

LE FATE IGNORANTI

Antonia arbeitet als Ärztin in Rom und ist glücklich mit ihrem bürgerlichen Leben. Doch dann verunfallt ihr Mann tödlich, und Antonia fällt in eine tiefe Depression. Allerdings holt sie die Vergangenheit ihres Mannes bald ein: Sie entdeckt, dass er über längere Zeit hinweg ein Doppelleben geführt hat. Aus Neugierde trifft sie sich mit dem ehemaligen Lover Michele und lernt eine ihr fremde Welt kennen. Hier findet sie die Kraft, die Trauer zu überwinden und ein neues Leben zu beginnen. Ferzan Ozpetek’s Hommage an das Leben und die Liebe.

Italien, Frankreich 2001
106 Min, It/d/f , 35mm
Regie: Ferzan Ozpetek
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