Programm

Women of Afghanistan

Im Rahmen von «Women of» richten wir den Blick auf die Frauen Afghanistans. Jahrzehntelange Kriege, politische Umbrüche und die unmenschliche Herrschaft der Taliban haben das Leben der Frauen im Land geprägt. Die ausgewählten Filme zeigen, wie Frauen trotz Unterdrückung, Gewalt und gesellschaftlicher Zwänge ihren Mut, ihre Stimme und ihren Widerstand bewahren.

Sie sind Aktivistinnen, Hausfrauen, Politikerinnen, Künstlerinnen und Kämpferinnen und stehen für die Stärke, den Überlebenswillen und die Entschlossenheit afghanischer Frauen, selbst unter den härtesten Bedingungen.

Nicht verpassen: 11.1. Q&A mit Benafsha Efaf, Anwältin sowie Menschenrechtsverteidigerin, und mit Alexandra Karle, Geschäftsleitung Amnesty International Schweiz

Programmation: Jenny Wittmann

So 04. Januar 2026 • 19:30 Uhr

Sonita

Die junge afghanische Rapperin Sonita lebt als illegale Immigrantin im Iran, wo es ihr als Frau verboten wird, Musik zu machen. Sie träumt davon, berühmt zu werden, und nutzt ihre Texte, um ihre Erfahrungen als geflüchtetes Mädchen zu verarbeiten und anderen jungen Menschen Mut zu machen. Während ihre Familie sie für 9’000 US-Dollar zuhause in Afghanistan zwangsverheiraten will, kämpft Sonita für ihre Freiheit. Entschlossen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, dreht sie ein Musikvideo, bricht alle Grenzen auf und erregt weltweit Aufmerksamkeit.

Sonitas Geschichte ist ein kraftvolles Zeugnis für Durchhaltevermögen, Selbstbestimmung und den Kampf um Freiheit in einer Welt, in der junge Frauen oft keine Wahl haben.

CH/DE/IR 1015
91 Min, OV/de, digital
Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami
nach
oben

So 11. Januar 2026 • 19:30 Uhr

An Unfinished Journey

Gezwungen, nach der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 aus ihrem Land zu fliehen, kämpfen vier afghanische Frauen in Führungspositionen darum, die Aufmerksamkeit der Welt auf die sich entfaltende Krise in Afghanistan zu lenken, während sie damit ringen, was es bedeutet, ihrer Macht beraubt zu sein und zwei Jahrzehnte Fortschritt zerstört zu sehen. Aus ihren fernen Exilländern beobachten sie, wie die Taliban Frauen und Mädchen das Recht auf Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe entziehen. Ohne ihre früheren Einflussmöglichkeiten müssen sie neue Wege finden, um weiter für ein freies und gerechtes Afghanistan zu kämpfen, in einer Zeit, in der die Welt längst weitergezogen ist.

Im Anschluss Q&A mit Benafsha Efaf, Anwältin sowie Menschenrechtsverteidigerin («Women for Afghan Women») sowie mit Amnesty International. 

CA/FR 2024
75 Min, OV/en, digital
Regie: Aeyliya Husain, Amie Williams
nach
oben

So 18. Januar 2026 • 19:30 Uhr

Les Hirondelles de Kaboul

1998 in Kabul ist Zunaira jung, neugierig und voller Lebenslust, doch in der von den Taliban kontrollierten Stadt sind Kinos und Theater geschlossen, Musik verboten und die Universität liegt in Trümmern. Gefangen zwischen Schuld, Ohnmacht und den Zwängen einer grausamen Realität reflektiert die Erzählung ebenso die männliche Rolle, wie die von Mohsen, ihrem Freund. Die beiden lieben sich innig, doch ein schreckliches Ereignis reisst ihr Leben auseinander. Der Animationsfilm nach Yasmina Khadras Roman «Die Schwalben von Kabul» erzählt von Hoffnung, Liebe und Überlebenswillen unter extremen Bedingungen und zeigt mit eindringlicher Bildsprache, wie Menschen Würde und Menschlichkeit bewahren, selbst wenn Freiheit unerreichbar scheint.

FR, CH 2019
80 Min, OV/de, digital
Regie: Zabou Breitman, Eléa Gobbé-Mévellec
nach
oben

So 25. Januar 2026 • 19:30 Uhr

I Am the Revolution

Dieser Dokumentarfilm erweitert den Blick auf den Nahen Osten und erzählt von drei entschlossenen Frauen in Afghanistan, Syrien und dem Irak, die an vorderster Front für Gleichberechtigung und Freiheit kämpfen.

Die Politikerin Selay Ghaffar gehört zu den meistgesuchten Personen der Welt durch die Taliban, reist aber dennoch durch Afghanistan, um andere Frauen über ihre Rechte aufzuklären. Rojda Felat ist Kommandantin der Syrisch-Demokratischen Streitkräfte und führt 60’000 Soldaten im Kampf gegen den IS, befreit dabei Städte wie Raqqa und rettet deren Einwohner. Yanar Mohammed, 2018 von der BBC zu einer der 100 einflussreichsten Frauen der Welt gewählt, setzt sich in Irak für Reformen im Parlament ein und leitet gleichzeitig Zufluchtsorte für misshandelte Frauen. Der Film bricht mit dem Bild der verschleierten, stillen Frauen und zeigt stattdessen die aussergewöhnliche Stärke der Frauen.

AF/SY/IQ 2019
72 Min, OV/en, digital
Regie: Benedetta Argentieri
nach
oben