Programm

Premieren etc

Ein sattes Programm ist für den kürzesten Monat angesagt. Die Filme „Sue“ und „The Quarry“ sind aktuelle Premieren, die viel versprechen. Auch der Dokumentarfilm „trümpi“ läuft zum ersten Mal in Winterthur. Dieser Film am 6. Februar wird mit einem Konzert eingeleitet: Anton Bruhin, der Protagonist des Films, spielt mit seinen Maultrommeln auf. Bestimmt wird das ein Abend für alle Freunde der guten Laune. Am Samstag, den 19. Februar gibt es ein Zusatzprogramm mit dem Namen 08/16. Dahinter verbergen sich Hamburger Filmfreunde, die ein Filmarchiv voller Überraschungen geerbt haben. Das letzte Wochenende im Februar steht auch dieses Jahr ganz im Zeichen der Offenen Leinwand, die erstmals unter dem Namen Lichtspieltage Winterthur stattfindet.

So 06. Februar 2000 • 19:00 Uhr

Trümpi

Es ist ein lebenslustiger, vergnüglicher Film, den Iwan Schumacher hiervorlegt. Der Film begleitet den Maultrommler Anton Bruhin. Zuerst inseiner Wohnung im Zürcher Industriequartier mit Blick über die Geleise. Dann gehts zu einer „Stubete“ in die Innerschweiz und nachher in denfernen Osten nach Sibirien und Japan. Und immer ist das Kleinste aller Instrumente der Mittelpunkt: Das Trümpi, dem es gelingt, die Grenzen der Kulturen zu überwinden.
Im Vorspann gibt der als Maler wie auch als Maultrommler gleichermassen geschätzte 51-jährige Anton Bruhin ein Konzert. Dass Bruhin eine CD auf John Zorns Label Tzadik veröffentlicht hat, sagt viel über seinen Stellenwert als Musiker. Bruhin bewegt sich zwischen den Stilen. Dem städtischen Publikum bringt er die Volksmusik nahe und die Ländlerliebhaber provoziert er mit Avantgarde-Improvisationen.

CH 1999
70 Min, , 35 mm
Regie: Iwan Schumacher
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So 13. Februar 2000 • 20:00 Uhr

SUE

Ein Frauenfilm vom Israeli Amos Kollek. Er beschreibt darin den sozialen Abstieg einer Frau in New York. Sue, Ende Dreissig, ist von einer zerbrechlichen Attraktivität. Sie ist arbeitslos und Single und lebt mit wenig menschlichen Beziehungen. Sie hat von ihrem Vermieter eine letzte Schonfrist bekommen, 1200 Dollar an Mietschulden zu bezahlen. Schlaf- und ruhelos streift sie durch New York, auf der Suche nach einem Job und sexuellen Abenteuern. Sie kommt so wohl zu Begegnungen zu anderen skurrilen Gestalten, die haben aber selber Mühe, sich über Wasser zu halten. Sehr authentisch, ohne sozialen Mahnfinger, ist der Film zugleich Porträt vom Moloch New York. Das Fehlen eines sozialen Auffangnetzes macht einem schaudern. Ebenfalls eindrücklich ist, wie Sue mit grossem Selbstzerstörungssinn dem Untergang entgegen geht und doch bis zuletzt ihre Würde behält.

USA 1997
90 Min, , 35 mm
Regie: Amos Kollek
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Sa 19. Februar 2000 • 21:00 Uhr

08/16 - Industrieschmalfilme

Wir werden nicht nur Zeugen des faszinierenden Lebens (und Dahinscheidens) der Blattschneiderameise. Auch antiquierte Anleitungen zum Ölbohren in der Tiefsee, das Schneiden von schönen Frisuren und einige Spielfilmkurzfassungen werden uns die Hamburger aus ihrem Filmarchiv-Erbe zum Besten geben. Moderne und altmodische Musik untermalen diese Filmvorführung aufs vortrefflichste und laden zum Tanzen und/oder Zuhören ein. (Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Gaswerk-Team)


Min, ,
Regie:
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So 20. Februar 2000 • 20:00 Uhr

The Querry

Ein Männerfilm der belgischen Regisseurin Marion Hänsel, nach einem Roman von Damon Galgut. Ein Mörder nimmt die Identität seines Opfers an und wird Pfarrer in einem Dorf an der Küste nördlich von Kapstadt in Südafrika. Drei einsame Charakter werden im Film porträtiert: Ein Weisser ohne Identität, der aus Zufall Mörder geworden ist. Ein sensibler, weisser Polizist, müde von der herrschenden Gewalt, der möchte dass die Dinge einfach und die Menschen gut sind. Und ein Mischling, der sich mit Gaunereien durchschlägt und der des Mordes angeschuldigt wird. Diese Personen leben in der rauhen und unendlich weiten Gegend, nördlich vom Kap, am Ende der Welt. Ein Film mit wenigen Personen, wo die Stille Platz hat und das Getöse des inneren Schmerzes.

Belgien 1997
112 Min, , 35 mm
Regie: Marion Hänsel
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