Programm

WUNSCHFILME 2002

Was gibt es im ersten Wintermonat Schöneres, als sich selbst etwas Gutes zu tun und sich nach einem feinen Essen gemütlich einzu-nische-ln und im Sofa oder im Kino (oder im Sofakino) einen spannenden Film anzusehen? Wie in den letzten Jahren im Dezember zeigt das Kino Nische ausgesuchte Wunschfilme unseres ausgesuchten Publikums. Das cineastisch adventliche 5-Gang-Menu beinhaltet dieses Jahr Brecht, einen pinkfarbenen Citroen, einen Überraschungskoffer, französische Tränen und mexikanische Hunde. Jeder einzelne Gang ein Kino Lecker-bissen; genauso, wie es im Kinomonat Dezember sein muss.

Programmation: Kino Nische Publikum

So 01. Dezember 2002 • 20:15 Uhr

DIE DREIGROSCHENOPER

Der gefürchtete Gangster Mackie Messer verliebt sich in Polly, die Tochter des Bettlerkönigs Peachum. Dieser ist über die Liaison seiner Tochter dermassen entsetzt, dass er den Polizeichef Tiger Brown erpresst: Entweder wird Mackie gefangen und gehängt, oder ein Protestzug der Bettler stört die Krönungsfeierlichkeiten. Mackie wird verhaftet. Polly ist überzeugt, dass es sinnlos ist, Banken zu berauben; sie kauft sie stattdessen. Peachums Bettler stellen sich gegen ihn und führen ihren Protestmarsch auf eigene Faust durch, wodurch Peachum seine Existenz und Tiger Brown seinen Posten verliert. Zusammen mit dem befreiten Mackie werden sie Vorstandsmitglieder von Pollys Bank.

D/USA 1931
110 Min, ,
Regie: G.W. Pabst
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So 08. Dezember 2002 • 20:15 Uhr

The Goddess of 1967

J.M. (Rikiya Kurokawa) arbeitet und lebt in Tokio. Seine Leidenschaft sind Oldtimerautos, vor allem ein pinkfarbener 1967er Citroën DS hat es ihm mehr als nur angetan. «The Goddess of 1967» ist die Reise des jungen J.M. und der blinden B.G. (Rose Byrne) quer durch die spektakuläre Landschaft Australiens. Der Film von Clara Law ist eine Hommage an den legendären Déesse (Göttin) – den Citroën DS.

Australien 2000
119 Min, en/de, 35mm
Regie: Clara Law
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So 15. Dezember 2002 • 20:15 Uhr

Signers Koffer

«Es ist wie ein grosses Haus mit einem geheimnisvollen Zimmer, das ich hier die Explosionskammer nennen möchte. Man kann sich mal ein bisschen nähern, man kann mal nahe am Zentrum vorbeigehen, doch ist man im Zentrum, so verbrennt man in der tödlichen Kammer.»
Roman Signer

«Ich zeige bei meiner Arbeit soviel vom Umfeld, bis sich jeder das Zentrum selber vorstellen kann. Ich will nichts beweisen oder belegen, ich will etwas berühren.»
Peter Liechti

«SIGNERS KOFFER» heisst unterwegs sein mit Tisch, Stiefel und Rakete. Auf der Balance zwischen Schalk und Melancholie … Unterwegs mit dem Künstler Roman Signer – ein Versuch zur idealen Geschwindigkeit.

«SIGNERS KOFFER» ist eine Art Road-Movie quer durch Europa. Von den Schweizer Alpen nach Ost-Polen, von Stromboli nach Island. Immer entlang der magisch aufgeladenen Landschaftsrille. Ein breit angelegter Versuch zur idealen Reisegeschwindigkeit. Roman Signer markiert die Stationen mit seinem ganz persönlichen Instrumentarium; bestechend lapidare Eingriffe voll hintergründigem Humor.

«SIGNERS KOFFER» ist auch eine Reise durch seelische Zustände. Ein Seiltanz zwischen Schalk und Melancholie. Gefahr wird zum Stimulans der Sinne – auch die psychische Gefahr. Plötzliche Abstürze und jäh kippende Stimmungen prägen Rhythmus und Klima dieser filmischen Reise.

Gezeigt im Wunschfilmprogramm im Dezember 2002.

CH 1995
85 Min, Dialekt, digital
Regie: Peter Liechti
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So 22. Dezember 2002 • 20:15 Uhr

Y AURA-T-IL DE LA NEIGE À NOËL

Ein Drama im französischen Stil über das Landleben einer Mutter und ihrer sieben Kinder. Der Vater der Kinder istzugleich despotischer Landbesitzer als auch Liebhaber der Mutter, welche mit ihrer Wärme die Kinder vor ihm zubeschützen versucht.
„Das ist der schönste Film, den es gibt“, schwärmt unsere Besucherin, die sich dieses gefühlsstarke Erstlingswerk gewünscht hat.

Frankreich 1996
90 Min, ,
Regie: Sandrine Veysset
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So 29. Dezember 2002 • 20:15 Uhr

AMORES PERROS

„Die mexikanische Antwort auf ‚Pulp Fiction‘ “ meinte die New York-Times zu „Amores Perros“ wohl aufgrund der realitätsnah dargestellten Gewaltszenen. Wie in „Short Cuts“ von Robert Altman finden in „Amores Perros“ vorerst lose Geschichten zueinander und werden miteinander verknüpft. Antworten auf die Frage „Was ist Liebe?“ werden schonungslos offen, spannend, hart und ehrlich dargestellt. Oscarnominierter Publikumsliebling.

Mexiko 2000
153 Min, ,
Regie: Alejandro González Iñárritu
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