Das Klavier in der Hauptrolle
Früher war das Klavier, oder Pianoforte, wie man zu sagen pflegte, als fester Bestandteil einer jeden guten Stube nicht wegzudenken. Von den Damen des Hauses wurde erwartet, dass sie sich im Klavierspiel übten, um die Familie und Gäste bei geselligem Beisammensein zu unterhalten. Heute ist das Klavierspiel nicht mehr nur den Reichen vorbehalten, sondern wir alle haben auf irgendeine Art Bekanntschaft mit diesem Instrument gemacht.
Dieses im Grunde klobige, schwere Möbel aus Holz, dessen unverkennbarer Klang sich sowohl als ganz feine Melodie, wie auch als wuchtiger Akkord uns offenbaren kann, soll in diesem Monat die Hauptrolle spielen. Fünf Protagonisten, alle in unterschiedlicher Weise, präsentieren auf der Leinwand ihre ganz persönliche Beziehung zum Klavier.
So 03. März 2002 • 20:15 Uhr
THE PIANO
Die stumme Ada wird von ihrem Vater als bestellte Braut mit ihrer Tochter nach Neuseeland geschickt. Als sich Adas zukünftiger Ehemann weigert, ihr Piano zum Haus auf den Hügel mitzunehmen, wird es vom Nachbarn abgekauft. Ada bekommt aber die Gelegenheit, es zurückzukaufen, indem sie ihm Klavierstunden erteilt. Ein Film, in dem ein Piano als Stimme fungiert, der uns durch die Intensität von Bilder und Musik gefangen hält.
121 Min, ,
Regie: Jane Campion
So 10. März 2002 • 20:15 Uhr
NOVECENTO - The Legend of the Ocean Pianist
Novecento 1900 nach seinem Geburtsjahr genannt, wächst auf einem Dampfer auf, der zwischen Europa und Amerika kursiert. Schon früh freundet er sich mit dem Klavier an, und macht sich allmählich einen Namen als exzentrischer Jazzvirtuose, der niemals sein Schiff verlässt. Einen unvergesslichen Höhepunkt des Films bietet das sensationelle Pianoduell, in dem er vom vermeintlichen „Erfinder des Jazz“ herausgefordert wird.
119 Min, ,
Regie: Giuseppe Tornatore
So 17. März 2002 • 20:15 Uhr
GLOOMY SUNDAY - Ein Lied von Liebe und Tod
Der Inhaber und der Pianist eines Restaurants verlieben sich beide in die Kellnerin Ilona, woraus sich eine Dreiecksbeziehung bildet. Der Pianist komponiert ein Liebeslied für Ilona, dessen melancholische Melodie der Auslöser einer Kette von Suiziden wird. Vor der Kulisse des alten Budapest erzählt Schübel die Geschichte einer Liebe, die den Tod überdauert. Das Titellied – Gloomy Sunday – prägt sich in die Herzen der Zuschauer ein.
114 Min, ,
Regie: Rolf Schübel
So 24. März 2002 • 20:15 Uhr
SHINE
David Helfgott, in Australien als Sohn einer jüdischen Flüchtlingsfamilie geboren, wird früh als vielversprechendes Klaviertalent entdeckt. Seine Karriere scheint nach einem Stipendium für das Royal College of Music in London gesichert, bis er sich immer weiter von der Realität entfernt und schliesslich einen Zusammenbruch erleidet. Der Film erzählt Helfgotts ergreifende Lebensgeschichte von seinem früöhen Höhenflug, dem schweren Sturz und wie es ihm wieder gelingt, zu sich selbst und zur Musik zu finden.
105 Min, ,
Regie: Scott Hicks
So 31. März 2002 • 20:15 Uhr
AMADEUS
In Rückblenden erzählt Mozarts Konkurrent Salieri das intensive Leben des jungen Genies. Hin- und hergerissen zwischen Bewunderung und Eifersucht muss er zusehen, wie Amadeus mit Leichtigkeit alles erreicht, wovon er selber immer geträumt hat. Milos Formans grösster Erfolg ist wahrhaftig ein Meisterwerk: optisch wie akustisch ein Hochgenuss, lustig, charmant, traurig, böse… Zurücklehnen und geniessen!
158 Min, ,
Regie: Milos Forman