Stoppt Gewalt gegen Frauen
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist das weltweit verbreitetste und alltäglichste Menschenrechtsproblem. Über alle kulturellen und religiösen Grenzen hinweg, quer durch Schichten und Altersklassen, in allen Ländern der Welt.
Amnesty International startet im November eine weltweite Kampagne, um uns an dieses unrühmliche Kapitel nachdrücklich zu erinnern. Wir unterstützen die Kampagne mit vier Filmen zum Thema. Die Filme spielen nicht in der Schweiz, sollen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass auch hier jede fünfte Frau Gewalt durch ihren Partner erlebt.
Obwohl ein trauriges Thema, zeigen die Filme nicht primär Opfer, sondern zeigen Frauen, die um ihre Würde kämpfen. Und hier und dort drückt auch ein Funken Hoffnung auf eine veränderte Welt durch.
So 07. November 2004 • 20:15 Uhr
THE MAGDALENE SISTERS
Margaret wurde vergewaltigt und hat darüber nicht geschwiegen. Rose hat ein uneheliches Kind zur Welt gebracht, das zur Adoption freigegeben wurde. Bernadette sieht so gut aus, dass die Jungs im Waisenhaus ganz verrückt nach ihr waren. Und Crispina ist geistig etwas zurückgeblieben. Diese vier jungen Frauen wurden Mitte der 60er Jahre in die Wäscherei eines irischen Magdalena-Klosters abgeschoben. Gemeinsam setzen sie sich gegen die geschäftstüchtigen und sadistischen Nonnen zur Wehr und denken an Flucht.
119 Min, E/d,
Regie: Peter Mullan
Fr 12. November 2004 • 20:15 Uhr
NEAK SRE - das Reisfeld
Der kambodschanische Regisseur erzählt die Geschichte des Reisbauern-Famlilie Poeuw. Die Ernte, die sie einzubringen hoffen, muss die Eltern und deren sieben Töchter ernähren. Nach dem frühen Tod des Vaters sind seine Frau und die Kinder vollkommen auf sich allein gestellt. Immer häufiger wird die Mutter Om jedoch vom Geist ihres toten Mannes verfolgt, und bald verliert sie ganz den Boden unter den Füssen. Die ganze Verantwortung liegt nun bei der ältesten Tochter.
Der Film lebt von seinen starken, atmosphärischen Bildern, die mit zarter Poesie von den eng miteinander verbundenen Zyklen des Lebens und des Reises erzählen. Und er vermittelt einen beeindruckenden Einblick in das ländlichen Leben Kambodschas, dessen harmonisches Gefüge in Gefahr gerät.
125 Min, KHMER/df,
Regie: Rithy Panh
So 14. November 2004 • 20:15 Uhr
EN LA PUTA VIDA
Elisa träumt von einem eigenen Coiffeurladen. Sie ist Mutter von zwei Jungs und verdient sich ihr Geld als Prostituierte. Als sie sich in den Zuhälter Placido verliebt, scheinen ihre Träume realisierbar zu werden. Placido verspricht ihr schnell viel Geld und nimmt Elisa illegal mit nach Barcelona. Dort trifft sie auf harte Arbeitsbedingungen und erlebt den Kampf zwischen uruguayischen Prostituierten und brasilianischen Transvestiten. Die harte Realität vieler lateinamerikanischer Frauen wird hier in eine farbenreiche, dramatische Komödie verpackt.
Winti-Premiere!
100 Min, Sp/e,
Regie: Beatriz Flores Silva
So 21. November 2004 • 20:15 Uhr
RACHIDA
Der erste Spielfilm der Regisseurin Yamina Bachir Chouikh spielt während der schlimmsten Jahre des Terrors in Algier. Die junge Lehrerin Rachida lebt und arbeitet in einem der alten Stadtviertel der Hauptstadt. Eines Morgens wird sie auf dem Weg zur Arbeit von einer Gruppe junger fundamentalistischer Terroristen umringt – darunter einer ihrer ehemaligen Schüler. Sie fordern von ihr, eine Bombe in die Schule zu transportieren. Trotz ihrer Angst weigert sich Rachida, das Attentat auszuführen und wird von den Terroristen schwer verletzt.
Winti-Premiere!
100 Min, Ara/d,
Regie: Yamina Bachir Chouikh
So 28. November 2004 • 20:15 Uhr
DOLORES CLAIBORNE
Als die erfolgreiche New Yorker Journalistin Selena die Nachricht erhält, dass ihre Mutter Dolores des Mordes an ihrer langjährigen Arbeitgeberin angeklagt ist, fährt sie kurzentschlossen in ihre alte Heimat. Sie trifft ihre Mutter in reichlich ungünstiger Lage. Bis Dolores dem Untersuchungsrichter vorgeführt wird, darf sie unter Obhut der Tochter nach Hause zurückkehren. Das erste gemeinsame Wochenende nach 15 Jahren Trennung wird für beide Frauen zu einer schmerzvollen Konfrontation mit der Vergangenheit.
127 Min, E/d/f,
Regie: Taylor Hackford