7 x 7 Teil 2
7 x 7 – Nein, das ist kein allradgetriebenes Marsfahrzeug. Das ist unser kleines Jubiläum. Die Nische gibt es nun sieben Jahre. Seit sieben Jahren rattert bei uns Sonntags 20.15 Uhr der alte Filmprojektor los. Wir feiern das mit sieben Filmen, die uns Marilyn, Brad und weitere Gratulanten zum Thema gebastelt haben. Dankeschön. Dank gilt natürlich auch unseren Besuchern, die Sonntagabend, wenn das Wochenende wieder mal viel zu schnell vorbeigegangen ist und an Montag noch keiner denken mag, bei uns vorbeischauen.
Da das Programm mit der Zahl Sieben als Rahmen sehr vielfältig geworden ist, sollte für alle etwas dabei sein. Vertreten sind sowohl Klassiker als auch Avantgarde. Wir wünschen viel Vergnügen und freuen uns auf viele weitere Kinoabende.
So 04. April 2004 • 20:15 Uhr
DAS FÄHNLEIN DER 7 AUFRECHTEN
Die Geschichte, frei nach dem gleichnamigen Stück von Gottfried Keller, spielt 1850 im Berner Oberland. Hermine, die Tochter des Geschäftsmannes Frymann, soll seinen Geschäftspartner Ruckstuhl heiraten. Doch da ist noch Karl, die Jugendliebe Hermines, dessen Familie seit Generationen in Frymanns Schuld steht. Hermine, hin- und hergerissen zwischen den Interessen ihres Vaters, den eleganten Zürcher Lebemann und Karl, die Jugendliebe, kann sich nicht entscheiden.
90 Min, D,
Regie: Simon Aeby
So 11. April 2004 • 20:15 Uhr
SEVEN YEARS IN TIBET
1939 verlässt der Österreicher Heinrich Harrer seine schwangere Frau, um im Auftrag der Nazionalsozialisten den Nanga Parbat zu bezwingen. Es soll anders kommen: Kriegsgefangenenlager, Flucht, Begegnung mit dem Dalai Lama. Der Aufenthalt in Tibet wird für den Egomanen Harrer zur Initiierung von Selbstreflexion und Menschlichkeit. Annauds Verfilmung der Memoiren von Harrer schafft es leider nicht immer, genügend kritische Distanz zu Harrers Sichtweise der Dinge zu nehmen.
139 Min, E,
Regie: Jean-Jacques Annaud
So 18. April 2004 • 20:15 Uhr
LA SEPTIEME CIEL
Mathilde und Nico sind ein dysfunktoinales Paar. Mathilde zeigt kleptomanische Tendenzen auf und verfällt zwischendurch in einer apatischen Teilnahmslosigkeit. Nico seinerseits stört das nicht weiter, denn er hat eine Affäre mit einer Arbeitskollegin. Dann aber macht Mathilde die Bekanntschaft mit einem Hypnotiseur, dem es gelingt, den Nebel um sie zu vertreiben. Die mentale und emotionale Veränderung Mathildes stellt Nicos wohldefiniertes, bisheriges Leben völlig auf den Kopf.
88 Min, F/d,
Regie: Benoit Jacquot
So 25. April 2004 • 20:15 Uhr
HINTER DEN 7 GLEISEN
Die drei Clochards Barbarossa, Clown und Dürst hausen in einem SBB-Schuppen. Eines Tages lässt sich Inge, ein hochschwangeres deutsches Mädchen, bei ihnen nieder. Sonderlich erfreut zeigen sich die drei Herumtreiber über den ungebetenen Besuch nicht, denn nun müssen sie Mutter und Kind verpflegen, da diese jede andere Hilfe ablehnt. Dieser Schweizer Klassiker, der in Zürich spielt, ist lustig, leicht und herzerwärmend.
103 Min, D,
Regie: Kurt Früh