Programm

Japan 1/2

Nachdem wir im Januar einheimische Filme präsentiert haben, schweifen wir im Februar und März in die Ferne und bringen 7 japanische Werke. Die fernöstliche Kultur und insbesondere diejenige Japans fasziniert viele von uns. Das Medium Film gibt uns die Möglichkeit, einen Blick auf das Innenleben dieser Kultur zu werfen, ohne selber hinreisen zu müssen. Wieviel haben wir zum Beispiel über die USA nur aufgrund unseres Filmkonsums erfahren? Den typisch japanischen Film assoziieren viele vor allem mit drei Phänomenen: Dem weltberühmten Regisseur Akira Kurosawa, den Animationsfilmen, die sich an die japanischen Comichefte (Mangas) anlehnen und den Samurai-Filmen. Alle diese drei Themen wären ein eigenes Monatsprogramm wert. Japans Film hat aber nicht nur Kurosawa, Trickfilme und Samurai zu bieten sondern auch eine grosse Fülle von eigenständigen und unabhängig produzierten Werken. Oft geht es in diesen Filmen um individuelle Schicksale oder psychische Entwicklungen, die differenziert dargestellt werden. Oder die Geschichte wird in eine besondere Struktur eingebettet. Zu diesem Thema gibt Hirokazu Kore-Eda in einem Interview mit dem Filmbulletin (Nr. 3.05) Auskunft: „Die strukturierende Funktion ist sehr wichtig für mich. Ganz allgemein mag ich Ringe, Kreise. Ich finde diese Form sehr schön, deshalb dient sie mir zum Aufbau der Geschichten. Es geht aber nicht nur um den Zyklus, sondern auch um eine Spiegelung.“ Von Kore-Eda zeigen wir „After Life“ und „Nobody Knows“. Mit Jahrgang 1962 gehört er zur jüngeren Garde von japanischen Filmemachern mit internationaler Ausstrahlung.

So 05. Februar 2006 • 20:15 Uhr

Dersu Uzala

Im Jahr 1902 unternimmt der russische Forscher Wladimir Arsenjew eine Expedition ins Ussuri-Gebiet. Seine Mission ist es, das unbekannte Gelände zu kartographieren. Dabei begegnet er dem alten Nomaden Dersu Uzala. Dieser hilft der Expedition mehr als einmal. «Dersu Uzala» ist Kino von seiner schönsten Seite. Eine Liebeserklärung an die russische Taiga des japanischen Altmeisters Akira Kurosawa.

Norwegen 1975
144 Min, ov/de, digital
Regie: Akira Kurosawa
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So 12. Februar 2006 • 20:15 Uhr

AFTER LIFE

Welche Erinnerung von deinem Leben würdest du nach dem Tod mitnehmen, wenn du nur eine behalten könntest und alle anderen gelöscht würden? Diese Frage beschäftigt die Menschen in After Life, denn sie sind gerade gestorben und müssen sich nun entscheiden. Ein wunderschönes, poetisches, herb-realistisches Märchen.

Japan 1998
118 Min, Ov/d/f,
Regie: Hirokazu Kore-eda
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Mo 13. Februar 2006 • 20:15 Uhr

DIPLOMFILME 2005

Wir haben eine Auswahl von Diplomfilmen 2005 der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich, für Sie zusammengestellt. Oft witzig und frech zeigen sie einen Hauch der neuen Generation von Jungen Schweizer Filmschaffenden. Lassen Sie sich überraschen und verzaubern.

Die Burg von Simon Jaquemet
isä äiti lumi (Vater Mutter Schnee) von Suvi Westerberg
Concluzie von Gabriel Sandru
Frohe Ostern von Ulrich Schaffner
Floh von Christine Wiederkehr

CH 2005
120 Min, OV,
Regie:
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So 19. Februar 2006 • 20:15 Uhr

DARE MO SHIRANAI, NOBODY KNOWS

Vier Geschwister sind ausgeschlossen von der Aussenwelt. Zur Schule gehen sie nicht. Etwas Rätselhaftes umgibt ihr Leben. Eines Tages ist auch die Mutter fort. Und die vier beginnen, auf sich gestellt, inmitten der modernen Welt zu verwildern. Zögerlich verlassen sie ihre Wohnung, und eine magische Odyssee der Weltentdeckung beginnt, voller Nüchternheit und Poesie. Vier Jahreszeiten ziehen vorüber.
Mit unendlicher Geduld beobachtet Hirokazu Kore-eda den Alltag von vier allein gelassenen Kindern in einer Grossstadt, in der es alles im Überfluss geben würde.
Grandiose Kinderschauspieler!

Japan 2004
141 Min, Jap/d/f,
Regie: Hirokazu Kore-eda
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