Vom Aufbrechen und Ausbrechen
Ein Aufbruch oder Ausbruch ist stets begleitet von dem Traum nach einem schöneren, freieren Leben. Und mag der Ausflug noch so klein sein, irgendwie wünschen wir uns immer, dass er einen Hauch Farbe und Glanz in unseren Alltag bringt. Die Skala lässt sich von da an stufenlos verstellen und reicht bis zum kompletten Bruch mit dem bisherigen Leben. Vielleicht erwarten einen neue Abenteuer und interessante Begegnungen, vielleicht nimmt das Leben aber weiterhin seinen gewohnten Lauf, zumal man selbst sich nicht von heute auf morgen verändern kann. Des weiteren lässt sich das alte Milieu nicht immer so einfach abschütteln.
Ob nun der Aufbruch-Ausbruch still und unspektakulär oder dramatisch und irrwitzig gestaltet wird, für Spannung ist alleweil gesorgt.
Programmation: Jasmina Milincic
Mo 01. Mai 2006 • 17:00 Uhr
CRASH
Die Nische bringt exklusiv nochmals den diesjährigen Oscar-Überraschungssieger (u.a. „Bester Film“ und „Bestes Drehbuch“) in Winterthur auf die Leinwand. In Bildern von roher Intensität verknüpft „Crash“ einzelne Episoden um den ganz alltäglichen Rassismus in der pulsierenden Millionenmetropole Los Angeles miteinander. Geschichten über Polizisten, zwei Ganoven, einen Ladenbesitzer, einen Staatsanwalt, Homeboys sowie einen TV-Produzenten und dessen Frau. Weiss gegen Schwarz, Schwarz gegen Weiss, Latinos gegen Koreaner und so weiter. Ein unbequemer Film mit einem hervorragenden Darstellerensemble und exzellenten Dialogen.
113 Min, E/d/f,
Regie: Paul Haggis
So 07. Mai 2006 • 20:15 Uhr
O BROTHER WHERE ARE THOU
Die Odyssee, schräg und frei nach Homer, dieses Mal in den verschlafenen Südstaaten während der 30er Jahre: Den drei schusseligen Häftlingen Ulysses, Pete und Delmar gelingt die Flucht aus ihrem Gefangenentrupp. Auf der Suche nach einem vermeintlichen Schatz geraten sie an diverse verrückte Männer und böse Frauen und machen nebenbei und ohne Absicht Karriere als Gesangstrio. Gespickt mit Hinterwäldler-Songs welche selbst Musikfilm-Hasser zum Lachen und Weinen bringen. Und natürlich Mr. Clooney in seiner und unserer Lieblingsrolle.
106 Min, E/d/f,
Regie: J. Coen
So 14. Mai 2006 • 20:15 Uhr
LA FACE CACHEE DE LA LUNE
Das Leben des introvertierten, weltfremden Philippe befindet sich seit langem in der Sackgasse. Ein Job, der ihn anödet, ein glamouröser Bruder, welcher ihn von Kindheit an in den Schatten stellt und der Tod seiner Mutter machen die Alltagslast nun aber unerträglicher denn je. Da verschafft ihm seine lange bebrütete Doktorarbeit über Weltraumforschung und Narzissmus eine Einladung an den Weltraumkongress in Moskau.
Der Regisseur und Drehbuchautor spielt die beiden Hauptrollen gleich selber und lässt einen philosophischen Film voller Humor und Poesie entstehen.
105 Min, F/d,
Regie: R. Lepage
So 21. Mai 2006 • 20:15 Uhr
Gegen die Wand
Der versoffene, fatalistische, vom Leben desillusionierte Türke Cahit trifft nach einem selbstverschuldeten Autounfall im Spital auf die junge Türkin Sibel. Nach einem Suizidversuch will sie ihr Leben radikal ändern. Aus heiterem Himmel bittet Sibel Cahit, sie zu heiraten. Nicht aus Liebe, sondern um sich so vom strengen Familien- und Mentalitätskorsett befreien zu können. Cahit willigt in die Scheinhochzeit ein, doch bald kommen wahre Gefühle auf und aus der Zweckgemeinschaft wird eine dramatische Amour-Fou-Beziehung.
2004 erhielt der deutsch-türkische Regisseur an den Berliner Filmfestspielen den Goldenen Bären für sein Werk. Der Kameramann Rainer Klausmann wurde im selben Jahr für seine sensible Bildgestaltung mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet
121 Min, OVdf,
Regie: Fatih Akin
So 28. Mai 2006 • 17:00 Uhr
KOKTEBEL
Ein mehrfach preisgekrönter Film über die Reise, die ein mittelloser Vater gemeinsam mit seinem Sohn unternimmt. Ihr Ziel ist der Ort Koktebel auf der Krim-Halbinsel. Dort lebt die Schwester des Vaters, und dort erhoffen sie sich die beiden auch ein besseres Leben. Die Menschen, denen sie unterwegs begegnen, sind mitunter hilfsbereit, manchmal dubios und eigenbrötlerisch. Ein ruhiger Erzählrhythmus, lange Einstellungen und wenig Dialog prägen dieses poetische kleine Vater-Sohn-Roadmovie aus Russland.
105 Min, Russ/d/f,
Regie: Boris Chlebnikow und Alexej Popogrebskij
So 28. Mai 2006 • 20:15 Uhr
WHISKY
Ein wortkarger, älterer Sockenfabrikant bekommt eine Einladung von seinem lebensfrohen und erfolgreichen Bruder aus Brasilien. Da er diesem bisher sein Junggesellen-Dasein verschwiegen hat, bittet er seine langjährige loyale Mitarbeiterin, seine Ehefrau zu spielen. Die darauffolgende Reise ans Meer bietet Möglichkeiten, neuen Schwung ins Leben zu bringen.
95 Min, Sp/d/f,
Regie: Rebella/Stoll
Mo 29. Mai 2006 • 20:15 Uhr
KOKTEBEL
Ein mehrfach preisgekrönter Film über die Reise, die ein mittelloser Vater gemeinsam mit seinem Sohn unternimmt. Ihr Ziel ist der Ort Koktebel auf der Krim-Halbinsel. Dort lebt die Schwester des Vaters, und dort erhoffen sie sich die beiden auch ein besseres Leben. Die Menschen, denen sie unterwegs begegnen, sind mitunter hilfsbereit, manchmal dubios und eigenbrötlerisch. Ein ruhiger Erzählrhythmus, lange Einstellungen und wenig Dialog prägen dieses poetische kleine Vater-Sohn-Roadmovie aus Russland.
105 Min, Russ/d/f,
Regie: Boris Chlebnikow und Alexej Popogrebskij