Klassiker
Ein Klassikerprogramm ist gar nicht so einfach zusammenzustellen, wie ich mir das zu Anfang gedacht hatte, vor allem wenn man nur vier Aufführungen zur Verfügung hat. Ich wüsste noch einige, die ich auch gerne gezeigt hätte, aber ich musste mich dann doch entscheiden.
„Citizen Kane“ durfte auf keinen Fall fehlen, wird er doch von manchen Cineasten als der beste Film schlechthin bezeichnet. Auch bei „Casablanca“ war es klar: fast jeder, den ich nach Klassikern gefragt habe, hat zuerst diesen Film genannt. Bei den anderen zwei wurde es dann doch schwieriger. Schlussendlich habe ich mich für meinen persönlichen Lieblings-Hitchcock entschieden und für James Dean, der leider nur in drei Filmen mitwirken konnte, und der trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) bis heute einer der ganz grossen Filmstars ist.
Programmation: Birgit Baumgartner
So 06. Januar 2008 • 19:30 Uhr
CITIZEN KANE
„Rosebud“ war das letzte Wort von Medienmogul Kane, bevor er das Zeitliche segnete. Ein Reporter will den Sinn dieses Wortes erforschen. Er besucht und befragt viele Leute, welche Kane kannten, woraus sich ein fast lückenloser Lebenslauf ergibt.
Orson Welles war erst 24 Jahre alt, als er diesen – seinen ersten und besten – Film gedreht hatte. Er brauchte Hilfsmittel, die bis anhin sehr selten verwendet wurden, wie zum Beispiel die Tiefenschärfe (damit Vorder- und Hintergrund gleich scharf sind) oder ein Weitwinkelobjektiv (damit in einem Raum auch Decke und Boden sichtbar werden). Damit wurde für den Zuschauer ein völlig neues Kinoerlebnis geschaffen.
119 Min, Edf ,
Regie: Orson Welles
So 13. Januar 2008 • 19:30 Uhr
REAR WINDOW (Das Fenster zum Hof)
Nach einem Unfall ist der Sensationsfotograf Jeffries vorübergehend an den Rollstuhl gefesselt. Neben den gelegentlichen Besuchen seiner Verlobten und seiner Pflegerin bleibt ihm nur der Blick aus dem Fenster. Er beobachtet seine Nachbarn bei allem was sie tun. Einer dieser Nachbarn beginnt, sich seltsam zu verhalten, nachdem seine Frau verreist ist. Da kommt bei Jeffries der Verdacht auf, dass im gegenüberliegenden Haus ein Mord passiert sei, und dass der Mann sich anschicke, die Leiche stückweise zu entsorgen. Schliesslich kann er auch seine Besucherinnen davon überzeugen, dass man der Sache nachgehen muss.
Der Film zeichnet sich unter anderem durch seine spezielle Machart aus: die Sicht des Zuschauers ist fast ausschliesslich – ebenso wie die von Jeffries – immer auf die Wohnung des Protagonisten und den Blick aus dem Fenster beschränkt. So erleben wir die Geschichte genau wie der gelangweilte Fotograf.
112 Min, Edf,
Regie: Alfred Hitchcock
So 20. Januar 2008 • 19:30 Uhr
EAST OF EDEN (Jenseits von Eden)
Cal Trask ist ein rebellischer junger Mann, der seinem Vater, dem konservativen und autoritären Grossbauern, nichts recht machen kann. Sein grosser Bruder Aaron ist anders, er ist angepasst und will in die Fussstapfen des Vaters treten. Da Cal sich von seiner Familie verstossen fühlt, macht er sich auf die Suche nach seiner Mutter, die als Prostituierte in einer nahe gelegenen Stadt arbeitet. Für Aaron bricht eine Welt zusammen, als er erfährt, wer seine Mutter ist. Er meldet sich daraufhin beim Militär. Als der Vater einen Schlaganfall erleidet, ist er zum ersten Mal auf seinen Jüngeren angewiesen: Cal bleibt bei seinem Vater.
108 Min, Edf,
Regie: Elia Kazan
So 27. Januar 2008 • 19:30 Uhr
CASABLANCA
Casablanca ist 1942 Zufluchtsort für politische Flüchtlinge und zwielichtige Gestalten. Alle wollen nur eins: eines der wenigen Visa ergattern, um sich die Ausreise in die USA zu ermöglichen. Hier betreibt Rick Blaine eine Bar: das berühmte „Rick’s Café“. Eines Tages taucht Victor Laszlo auf, er ist aus einem deutschen KZ geflohen und gilt als zentrale Figur in der europäischen Widerstandsbewegung. Rick ist durch Zufall in den Besitz von zwei Blankovisa gekommen und bietet die Victor und seiner Frau Ilsa an. Kompliziert wird die Geschichte dadurch, dass Ilsa und Rick sich kennen.
Ursprünglich wurde dieser Stoff einem anderen Regisseuren angeboten, dank einem Tauschgeschäft konnte Curtiz jedoch daraus einen Kultfilm schaffen.
100 Min, Edf ,
Regie: Michael Curtiz