leiden-schafft-leben
Leidenschaften – die der Musik, der Liebe, dem Tanz oder dem Leben selbst angehören.
Ob die Leidenschaft herausfordert und man ihr dann nachgeht, ob man sie verfolgt, oder von ihr verfolgt wird? Ob einem das Leben Leiden schafft, oder ob Leidenschaft Leiden erschafft?
Auf individuellen Wegen, in vier eigenwilligen Geschichten und dies durch verschiedenste Kulturen, zeigt ein „Trigon Monat“ im Oktober Varianten der Leidenschaft.
Programmation: Miranda Külling
So 04. Oktober 2009 • 19:30 Uhr
Life on a string
Das Herz vermag viel mehr zu sehen als die Augen…
In einer mythischen Landschaft von grandioser Schönheit und unendlicher Weite zieht ein blinder Meister von Dorf zu Dorf, um seine Lieder zu spielen und seine Balladen zu singen. Sein ganzes Leben hat er auf eine Hoffnung gebaut, von einer andern Welt geträumt: Laut einer Weissagung soll er sehen können, wenn er 1000 Saiten seines Instruments zum Zerspringen gebracht hätte.
Dieser Film stellt die Frage nach dem tiefsten Sinn der Kunst.
120 Min, Mandarin/d/f,
Regie: Kaige Chen
So 11. Oktober 2009 • 19:30 Uhr
Ejforija-Euphoria
Absolute Liebes-Leidenschaft ist angesagt, hinein gezaubert in die grossartige russische Landschaft am Don, wo sich zwei Liebende verhalten wie Kinder. Doch die Frau ist mit einem anderen Mann verheiratet, und der wird dem Paar keine Ruhe lassen.
Ein Film, in dem die russische Seele sich in der Unendlichkeit des Don-Beckens ausbreiten kann und wir ganz einfach abtauchen und für einen kurzen aber heftigen Moment alles vergessen: Denn es zählt nur das eine, die pure, nackte Leidenschaft.
73 Min, Russian/d/f ,
Regie: Ivan Vyrypaev
So 18. Oktober 2009 • 19:30 Uhr
Dunia
Nach Abschluss ihrer Literaturstudien im pulsierenden Kairo möchte Dunia Tänzerin werden, wie ihre Mutter es war. Gleichzeitig ist die attraktive junge Frau fasziniert vom Sufismus und seiner Poesie. Intime Träume und sinnliche Zitate aus der Literatur klingen in Jocelyne Saabs traumwandlerisch zartem Film an und erzählen von einem Ägypten, das auf halbem Weg nach den ersehnten Idealen steckt. Und von einer Frau, die behutsam zu sich selber finden will und eine Wunde der Kindheit zu überwinden sucht, die nicht nur eine Wunde des Körpers ist. Eine Entdeckung und ein in mancherlei Hinsicht hochaktueller Film.
112 Min, arabe/d/f,
Regie: Jocelyne Saab
So 25. Oktober 2009 • 19:30 Uhr
Snijeg – Snow
anders sind als in irgendeinem anderen entlegenen Bergdorf in Europa. Der Krieg hat ihnen die Geliebten genommen.
Vordergründig geht es um die Frage, ob die Frauen an dem verlorenen Ort das Geld der Spekulanten annehmen und in die Stadt ziehen sollen, weil sie dort eine bessere Zukunft erwarten können. Aber wollen sie wirklich weg? Und warum?
99 Min, bos./d/f,
Regie: Aida Begic