Programm

Die andere Seite

Die Maifilme im Kino Nische zeigen Gegensätze und unterschiedliche Perspektiven innerhalb einer Gesellschaft. Es wird versucht, das Gegenüber – eben die andere Seite – zu verstehen, zu kontrollieren, zu überwachen oder einfach, ihm näher zu kommen. Dies gelingt auf unterschiedlichste Weisen, meist von der Hoffnung auf und vom Verlangen nach einem besseren Leben getrieben.

Programmation: Balz Müri

So 03. Mai 2009 • 19:30 Uhr

Auf der anderen Seite

Als der pensionierte Witwer Ali der Prostituierten Yeter begegnet, glaubt er, dass sie seiner Einsamkeit ein Ende setzen könnte. Er schlägt ihr vor, gegen eine regelmässige monatliche Unterstützung mit ihm zusammen zu leben. Nejat, Alis belesener Sohn, der als Germanistikprofessor an der Hamburger Universität arbeitet, missbilligt die Wahl seines halsstarrigen Vaters. Allerdings wächst sein Respekt gegenüber der liebenswürdigen Yeter, als er entdeckt, dass sie seit langem den grössten Teil ihres schwer verdienten Geldes nach Hause in die Türkei schickt, um das Studium ihrer Tochter zu finanzieren…

Deutschland 2006
120 Min, D/Türkisch,
Regie: Fatih Akin
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So 10. Mai 2009 • 19:30 Uhr

Gomorra – Eine Reise ins Reich der Camorra

Macht, Geld, Blut. Damit werden die Einwohner der Provinzen von Neapel und Caserta tagtäglich konfrontiert. Nur eine privilegierte Minderheit kann überhaupt daran denken, ein «normales» Leben zu führen. Von den anderen, den nicht Privilegierten, erzählt Gomorra.
Der Autor hat wegen seiner wirklichkeitsnahen Schilderung der Mafia in Süditalien diverse Morddrohungen der Camorra erhalten und muss unter ständigem Polizeischutz leben.

Italien 2008
131 Min, Ov/d/f,
Regie: Matteo Garrone
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So 17. Mai 2009 • 19:30 Uhr

Promises

Mit Promises (Versprechen, Hoffnung, Zuversicht) erhielt der Film einen programmatischen Titel, der heute angesichts der politischen Realität im Nahen Osten anachronistisch oder reichlich optimistisch anmutet. Dennoch ist dieser einfühlsame Dokumentarfilm aktuell: die Konflikte, die der verfahrenen Situation zu Grunde liegen, sind die selben geblieben. Die Staatsgründung Israels 1948, die für die Juden nach ihrer zweitausendjährigen Diaspora, Verfolgung und schliesslich dem Holocaust einen hoffnungsvollen Neuanfang markierte, war für 700.000 Palästinenser «Al-Nakbah», die Katastrophe: Vertreibung, Verlust der Heimat, Flüchtlingslager, Armut.

USA / Israel 2001
106 Min, Ov/d/f,
Regie: Justine Shapiro, B. Z. Goldberg, Carlos Bolado
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So 24. Mai 2009 • 19:30 Uhr

Das Leben der Anderen

Ostberlin, 1984. Der Stasi-Hauptmann Wiesler (Mühe) erhält den Karriere fördernden Auftrag, den stadtbekannten Theaterregisseur Georg Dreymann (Koch) und dessen Freundin, die Schauspielerin Christa Maria Sieland (Gedeck), zu beschatten. Getrieben von Ehrgeiz und dem Glauben, den Sozialismus zu unterstützen, bespitzelt er die beiden auf Schritt und tritt, stets Ausschau haltend nach systemwidrigen Aktivitäten. Was Wiesler jedoch nicht weiss, ist, dass einer seiner Vorgesetzten ein Verhältnis mit Christa Maria pflegt. Nur daher hat er den Auftrag erhalten. Damit er dessen Konkurrenten ausschalten kann. Doch der Spitzel wird durch das Leben der Anderen verändert, durch Einblicke in die ihm bisher verschlossene Welt der Literatur, der Musik und des Theaters langsam bekehrt.

Deutschland 2006
137 Min, , BluRay
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck, mit Sebastian Koch, Martina Gedeck, Ulrich Mühe
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So 31. Mai 2009 • 19:30 Uhr

Wer früher stirbt ist länger tot

Im oberbayerischen Germringen lebt der «Kandlerwirt» seit dem Tod seiner Frau allein mit den beiden Söhnen Sebastian und Franz. Eines Tages erfährt der elfjährige Sebastian zufällig, dass seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist, und entwickelt heftige Schuldgefühle. Da er für sein Alter ohnehin ein beeindruckendes Sündenregister vorzuweisen hat, fürchtet er nun, nach seinem Ableben im Fegefeuer büssen zu müssen – wenn er nicht schleunigst etwas dagegen unternimmt. Doch trotz seines unerschütterlichen Tatendrangs nehmen die Ereignisse höchst unvorhergesehene und eigene Wendungen…

Deutschland 2005
105 Min, D,
Regie: Marcus H. Rosenmüller
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