TIER/ MENSCH
Das Tier begleitet uns als treues Haustier, als Freund, als Erinnerung an die andere Seite in uns, als Inbegriff des Natürlichen, als etwas das Angst einflösst. Es nimmt sich zurück und ist trotzdem präsent. Im Novemberprogramm des Kino Nische haben wir Filme ausgesucht, welche die Beziehung Mensch-Tier und Tier-Mensch thematisieren.
Programmation: Anita Lovasz
So 14. November 2010 • 19:30 Uhr
PANIQUE AU VILLAGE
Animiertes Plastikspielzeug wie „Indianer“, „Cowboy“ und „Pferd“ haben auch Probleme. Cowboy und Indianer wollen Pferd mit einem selbstgemachten Geburtstagsgeschenk überraschen und zerstören stattdessen sein Haus. Noch surrealer wird die Geschichte als die drei Freunde zum Mittelpunkt der Erde reisen, über der gefrorenen Tundra wandern und ein Parallelluniversum unter Wasser entdecken, wo unehrliche spitzköpfige Kreaturen leben. Mitten drin in dieser Kartonwelt, in der die Panik ständig droht, wird Pferd jemals alleine sein mit seiner Angebeteten? Festival de Cannes – Sélection Officielle Festival Int. du Film d’Animation d’Annecy 2009 – Sélection Fantoche 09
75 Min, f/d,
Regie: Stéphane Aubier und Vincent Patar
So 21. November 2010 • 19:30 Uhr
COEUR ANIMAL
Als der Bergbauer Paul den Saisonarbeiter Eusebio einstellt, ändern sich die Dinge auf der kleinen Alp. Paul, der vom Rhythmus der harten Tagesarbeit geprägt ist und seine Tiere besser behandelt als seine Frau Rosine, ist vom geschwätzigen und unverkrampften Spanier verunsichert. Zum ersten Mal kommt in Paul das Gefühl der Eifersucht auf und seine geordnete Welt gerät aus den Fugen. Unfähig, über seine Gefühle zu sprechen, provoziert Paul einen Streit und wird handgreiflich gegenüber Rosine. Als sie ins Krankenhaus eingeliefert wird kommt für Paul der Moment, wo er sich mit seinen Fehlern und Ängsten auseinandersetzen muss.
95 Min, f/d,
Regie: Séverine Cornamusaz
So 28. November 2010 • 19:30 Uhr
TIERISCHE LIEBE
Haustiere sprechen nicht zurück, und doch sind sie oft Ersatz für fehlende oder verloren gegangene menschliche Nähe, mitunter Seelenpartner und Auffangnetz der sozialen Kälte.
Da sind etwa die beiden allein stehenden Pensionisten, die sich ihren Schäferhund per Inserat aus dem Tierheim holen, sich über die Erziehung des Tieres jedoch nie einigen und schlussendlich am mangelnden Verständnis für einander scheitern. Oder der eben entlassene Häfenbruder, dessen Unmut über die nicht mehr funktionierende Beziehung zu seiner Freundin an der Katze ausgelassen wird. Enttäuschung und Verzweiflung kennzeichnen die meisten Schicksale – Erfahrungen haben den Glauben an den (Mit)menschen zunichte gemacht, das Tier soll als Katalysator emotionaler Desorientierung fungieren.
120 Min, ,
Regie: Ulrich Seidl