Programm

Liebe, Frust und Fleischeslust: Erotik im Film

Für erotische Stimmung im Film braucht es weit mehr als einfach explizite Sexszenen. Doch was ist es, was die Erotik ausmacht? Was ist Erotik eigentlich? Das Kino Nische begibt sich im Oktober auf die Suche nach dem Prickeln, wandert dabei auf den Spuren der Aphrodite durch verschiedene Filmgenres und befragt grosse Regisseurinnen und Regisseure wie Pedro Almodóvar, Jane Campion oder Roman Polanski nach den Zutaten ihres erotischen Cocktails… Tauchen Sie mit ein und riskieren Sie Kopf, Kragen und Verstand.

Programmation: Natalina Töndury

So 05. Oktober 2014 • 19:30 Uhr

CARNE TRÉMULA

„Carne trémula“ – zitterndes, bebendes Fleisch. Der Titel von Pedro Almodóvars Film lässt bereits erahnen, was die Zuschauer erwartet: Prickelnde Erotik, gepaart mit knisternder Spannung. Víctor (Liberto Rabal), Sohn der Prostituierten Isabel (Penélope Cruz), gerät in eine Schiesserei mit den beiden Polizisten David (Javier Bardem) und Sancho (José Sancho), landet im Gefängnis und muss sein sexuelles Abenteuer mit Diplomatentochter Elena zwangsläufig unterbrechen. Im Gefängnis fasst er den Entschluss die schöne Elena erneut zu verführen. Doch diese hat inzwischen David geheiratet, der bei der Schiesserei mit Victor schwer verletzt wurde und nun als Paraplegiker Star der spanischen Rollstuhl-Basketballmannschaft geworden ist…

Spanien 1997
100 Min, Sp/d, 35mm
Regie: Pedro Almodóvar, mit Penélope Cruz, Liberto Rabal, Francesca Neri, Javier Bardem
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So 12. Oktober 2014 • 19:30 Uhr

IN THE CUT

Jane Campions „In the Cut“ zeigt die Geschichte einer Frau, die aus einem stumpfen Leben ins Fegefeuer des Verbrechens und der Erotik gerät. Frannie (Meg Ryan) beobachtet in einer Bartoilette einen Blowjob und erkennt im flackernden Licht ein Tattoo am Unterarm des Mannes. Kurz darauf wird die junge Frau tot in Frannies Garten aufgefunden. Der Ermittler, Detective Malloy (Mark Ruffalo), zieht Frannie magisch an, hat aber am Handgelenk das gleiche Tattoo wie der Mann auf der Bartoilette… Jane Campions femininer Blick auf die Zerrissenheit Frannies zwischen Angst und Lust ist höchst faszinierend, oder wie der Zürcher Tagesanzeiger 2004 schrieb: „herausragendes Kino.“ Achtung: Nichts für zart Besaitete!

USA 2003
118 Min, e/d/f , 35mm
Regie: Jane Campion, mit Meg Ryan, Mark Ruffalo
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So 19. Oktober 2014 • 19:30 Uhr

LA VIE D'ADÈLE

«La vie d’Adèle» erzählt von der leidenschaftlichen Liebe zwischen einer 15-jährigen und einer Studentin. Das Liebesdrama gewann in Cannes 2013 die Goldene Palme. Adèle träumt von Emma: einer Kunststudentin mit blauen Haaren, die ihr in der Stadt zufällig über den Weg lief. Die beiden jungen Frauen lernen sich kennen und lieben – doch damit kommen auch die Probleme. Ein Film über das Leben, das Lieben-lernen, über Zugehörigkeit und die Schönheiten und Herausforderungen von Freundschaft und Beziehung. «La vie d’Adèle» ist ein Lebensfragment von drei Stunden, das auf die Leinwand gebannt wurde und tief berührt. Poetisch, intim, schwungvoll, sorglos.

Frankreich 2013
179 Min, ov/de, digital
Regie: Abdellatif Kechiche, mit Léa Seydoux, Adèle Exarchopoulos
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So 26. Oktober 2014 • 19:30 Uhr

BITTER MOON

Auf einer Schiffsreise erzählt ein amerikanischer Schriftsteller (Peter Coyote) dem jüngeren Mitreisenden Nigel (Hugh Grant) von der grenzenlosen Leidenschaft, die ihn und seine ihn begleitende Ehefrau (Emmanuelle Seigner) in die Randbereiche der Sexualität und schliesslich in die gegenseitige Zerstörung getrieben hat. Nigel wird mehr und mehr in den Bann dieser Geschichte erotischer Obsession hineingezogen und das stellt seine bereits brüchige Ehe noch mehr auf die Probe… „Polanski directs it without compromise or apology, and it’s a funny thing how critics may condescend to it, but while they’re watching it you could hear a pin drop.” Die Kritik in der Chicago Sun Times bringt es auf den Punkt: Die erotische Spannung in „Bitter Moon“ zieht die Zuschauer komplett in ihren Bann und lässt sie bis zum – bitteren – Ende nicht los.

Frankreich/Grossbritannien 1992
139 Min, e/d/f, 35mm
Regie: Roman Polanski, mit Emanuelle Seigner, Peter Coyote, Hugh Grant
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