Programm

Grenzen

„Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.“ Napoleon Bonaparte

Grenzen gibt es immer, ob auf dem Papier oder in den Köpfen. Diesen Monat werden im Film „Chrieg“ die Definition der Grenzen unserer Zivilisation neu geschrieben. In der Valentinstagstauglichen Liebesgeschichte „Science of Sleep“ sind die Gedanken frei. In „Neutre“ wird die Absurdität der Schweizer Landesgrenze gezeigt und auf ironische Weise den militärischen Strukturen ihre Gültigkeit geraubt. Und auch im Oscar-preisgekrönten Film „No Man`s Land“ wird die gemeinsame Bredouille zweier verfeindeter Soldaten, auf humorvolle Art und Weise dargestellt.

Programmation: Laura Köppel

So 07. Februar 2016 • 19:30 Uhr

Chrieg

Eine Gruppe Jugendlicher wird zur Resozialisierung auf eine abgelegene Alp geschickt und ist dann plötzlich auf sich alleine gestellt. Simon Jaquemet erzählt ohne moralisierenden Anspruch die Geschichte einer wütenden Jugend. «In einer Gesellschaft, die das Abenteuer zerstört hat, ist das letzte Abenteuer die Zerstörung der Gesellschaft.». Der Film ist mit fünf Nominationen der grosse Favorit um den Schweizer Filmpreis 2015, der im März vergeben wird.

Schweiz 2014
110 Min, ch/de , digital
Regie: Simon Jaquemet
nach
oben

So 14. Februar 2016 • 19:30 Uhr

Science of sleep

Stéphane (Gael García Bernal) fühlt sich mehr in seiner Pappmaché-Traumwelt Zuhause, als in der Realität. Seine Seelenverwandte ist näher als er denkt, denn seine Nachbarin Stéphanie (Charlotte Gainsbourg) ist auch eine Träumerin. Zusammen schaffen sie sich ihre eigene farbige Wirklichkeit. Nach seinem internationalen Erfolg „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ entwirft Oscarpreisträger Michel Gondry erneut eine surreale Welt, spielt mit unterschiedlichen Bewusstseinsebenen und erzählt dabei eine im wahrsten Sinne des Wortes schräge Liebesgeschichte.

Frankreich 2006
106 Min, en,fr,es/de, 35mm
Regie: Michel Gondry
nach
oben

So 21. Februar 2016 • 19:30 Uhr

No Man`s Land

Eher Satire als klassischer Kriegsfilm, wird die Geschichte von drei jugoslawischen Soldaten erzählt, zwei davon Bosnier, einer Serbe. Die Soldaten geraten während des Bosnienkriegs zwischen die Fronten und müssen in einem Schützengraben im „Niemandsland“ auf Hilfe wartend ausharren. Die „Zeit“ schrieb: „Danis Tanovic hat aus den endlosen Wirren von damals eine geradezu klassische Konfrontation herauspräpariert, sehr vorsichtig und intelligent. Der Krieg: ein Dilemma, eine Tragödie.“ „No Man’s Land“ gewann 2002 einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Slowenien 2001
98 Min, bs/en, digital
Regie: Danis Tanović
nach
oben

So 28. Februar 2016 • 19:30 Uhr

Neutre

Sechs Schweizer Soldaten und ihr Leutnant verirren sich und finden sich auf französischem Boden wieder. Wer die Landesgrenze illegal mit Sturmgewehr überquert, gilt automatisch als Fahnenflüchtiger. Wählt die Gruppe den legalen Weg zurück mit strafrechtlichen Folgen oder entscheidet sie sich für die illegale Alternative? Ein fast dogmatischer Film von Xavier Ruiz, in welchem es um auf dem Papier festgelegte Rollen geht, die in der Realität nicht funktionieren. Untermalt mit dem Soundtrack von Sens Unik und The Young Gods.

Schweiz 2001
90 Min, fr/de, digital
Regie: Xavier Ruiz
nach
oben