Fussballfilme im Fussballschuppen Töss / Open Air Bäumli 2018
Im Juli ist Open Air angesagt. Gleich mehrere Happenings stehen an.
Vor dem Open Air ist Open Air Fussball…
Wir lieben Fussball oder zumindest Filme in Bezug zum runden Ball. Aus diesem Grunde freuen wir uns sehr auf die Kooperation mit dem Fussballschuppen Töss. Vor Ort unter freiem Himmel (und für einmal nicht in der Nische) zeigen wir an drei fussballfreien Abenden drei nicht alltägliche Fussball-Filmperlen. Trinkt ein Bier mit uns und seid bei der Podiumsdiskussion zum Thema Homosexualität im Fussball dabei (Gäste: Regisseur Marcel Gisler, Schiedsrichter Pascal Erlachner u.w.).
Offside: 4. Juli, 20 Uhr
Green Street Hooligans: 5. Juli, 20 Uhr
Mario: 12. Juli, 19 Uhr
Open Air Bäumli
Wie jedes Jahr richten wir uns für zwei Tage im Juli auf unserem schnuckligen Hausberg ein, mit natürlich zwei guten Filmen, einer coolen Bar, einem saftigen Wurststand, hoffentlich sonnenprallem Wetter und noch hoffentlicher vielen netten, tollen Open Air-Besuchern!! Kommt uns auf dem Bäumli besuchen.
Lucky: 13. Juli, 21.30 Uhr
Die Göttliche Ordnung: 14. Juli, 21.30 Uhr
Programmation: Das ganze vorfreudig gespannte Kino Nische-Team
Mi 04. Juli 2018 • 20:00 Uhr
Offside
Eine Gruppe junger Iranerinnen verkleidet sich, um das entscheidende Qualifikationsspiel für die Fussballweltmeisterschaft im Stadion zu schauen. Doch man entdeckt und verhaftet sie, denn es ist im Iran für Frauen verboten, ins Stadion zu gehen. Sie werden in einem provisorischen Gefängnis ausserhalb des Stadions festgehalten, von Soldaten, die mit der Schlagfertigkeit der Mädchen leicht überfordert sind. Das Stadionverbot für Frauen ist im Iran leider immer noch Realität, die Begründung lautet, man wolle die Frauen vor den Flüchen und der vulgären Sprache der Fans schützen.
93 Min, fa/de , digital
Regie: Jafar Panahi
Do 05. Juli 2018 • 20:00 Uhr
Green Street Hooligans
Matt fliegt, kurz vor dem Abschluss seines Journalismus-Studiums, unrechtmässig des Betrugs bezichtigt von der Harvard University. Daraufhin zieht er zu seiner Schwester nach London und lernt dort deren Schwager Pete kennen. Pete ist der Anführer der Green Street Elite, einer Hooligan-Organisation, und nimmt Matt zu einem Fussballspiel mit. Fasziniert vom starken Zusammenhalt der Männer lässt sich Matt mehr und mehr in die Welt der Hooligans hineinziehen und gerät in einen Strudel aus Gewalt, falsch verstandenem Pflichtgefühl und gelebter Fussballleidenschaft.
109 Min, en/de, digital
Regie: Lexi Alexander
Do 12. Juli 2018 • 19:00 Uhr
Mario
Wer kennt schwule Fussballspieler, die sich während ihrer aktiven Karriere öffentlich geoutet haben? Diesem Tabuthema nimmt sich der Schweizer Film «Mario» an und zeigt die verschiedenen Sichtweisen auf. Mario und der neue Spieler Leon verlieben sich. Beide haben die Chance Profi-Fussballer zu werden. Doch was ist am Schluss wichtiger: Die Liebe, die in der Welt des Fussballs nicht akzeptiert wird oder die Karriere? Ein Film, der für mehr Offenheit und Toleranz im Profifussball plädiert.
Nach dem Film laden wir herzlich zum Podiums-Talk ein. Anwesend sind: Marcel Gisler (Regisseur «Mario»), Pascal Erlachner (erster bekennender schwuler Schiedsrichter der Schweiz) und weitere Gäste.
119 Min, ch-de, digital
Regie: Marcel Gisler
Fr 13. Juli 2018 • 21:30 Uhr
Lucky
Im Südwesten der USA reden die Menschen nicht viel, der Alltag plätschert dahin. Man hört von einer verschwundenen Schildkröte, die vermutlich im staubigen Wüstensand herumkriecht und man sieht einen alten Mann, der morgens fleissig seine Turnübungen macht. Der melancholische Blick in die Ödnis birgt eine Ode an das Leben schlechthin. Bevölkert ist dieser Ort am Ende der Welt von einer Vielzahl schrulliger Figuren, die einem direkt ans Herz wachsen. Harry Dean Stanton kann im Regiedebüt des Schauspielers John Carroll Lynch («Fargo») ein letztes Mal glänzen, er starb mit 91 Jahren kurz nach den Dreharbeiten. Auch David Lynch hat hier einen Kurzauftritt.
88 Min, en/de, digital
Regie: John Carroll Lynch
Sa 14. Juli 2018 • 21:30 Uhr
Die Göttliche Ordnung
Nora, Mutter zweier Kinder und Hausfrau, lebt Anfang der 70er-Jahre im Appenzell und bekommt auf dem Land nichts mit vom gesellschaftlichen Umbruch, der sich gerade in den Schweizer Städten ereignet. Hier laufen die Frauen Sturm und auf die Strasse, weil eine historische Wahl bevorsteht: Die mögliche Einführung oder Ablehnung des Frauenstimmrechts. Petra Volpe setzt sich in ihrer Komödie auf ironische Art und mit differenziertem Blick mit der späten, längst überfälligen Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts und ihren Folgen auseinander. Völlig zu Recht wurde «Die Göttliche Ordnung» deshalb mit drei Auszeichnungen beim Schweizer Filmpreis 2017 bedacht.
96 Min, ch-de, digital
Regie: Petra Biondina Volpe