Programm

Tanzt, tanzt… sonst sind wir verloren (Pina Bausch)

Ganz im Fokus des Tanzes bewegt sich das Kino Nische ein neues Jahr. Tanz als Kunstform, als Ausdrucksform aber auch als Mittel zur Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt. Mit dem Werk der grossen Choreographin Pina Bausch, einem Film von Wim Wenders steigen wir ein.
Wir tanzen mit Seconda und ihrer Agoraphobie in eigenwilliger Schweizer Kinokunst über die Leinwand. Erforschen den revolutionären Tanzstil Gaga mit dem israelischen Choreographen Ohad Naharin. Wir setzen uns mit Emas Gefühlswelt auseinander während sie uns in atemberaubende Reggaeton Rhythmen entführt und reisen nach Georgien, entdecken wie ein junger Mann mutig zwischen Tradition und seinem eigenen Lebensweg tanzt.

(Bitte die Covid-19 Hinweise fürs Kino Nische beachten.)

Programmation: Vera Zeller

So 02. Januar 2022 • 19:30 Uhr

Pina

Eine sinnliche und bildgewaltige Entdeckungsreise aus der Feder von Wim Wenders. Ein Porträt der einzigartigen Arbeit der Choreographin Pina Bausch.

Pina Bausch war eine Künstlerin der Extraklasse. In Wuppertal baute sie ab 1973 ein so genanntes Tanztheater auf, dessen Ensemble und Tanzstil alles andere als herkömmlich waren. Weg von den klassischen Normen, aber auch weg von den Gewohnheiten moderner Tänze wurde unter Bauschs Leitung eine Tanzkreatur gross, die von Ballettelementen bis Modern Dance alles zuliess. Nachdem Bausch überraschend am 30. Juni 2009 während den Probeaufnahmen verstarb, entschied sich Wenders mit Pinas Ensemble, den Film trotzdem zu drehen und ihn Pina Bausch zu widmen..

Deutschland 2011
103 Min, Ov/de, 35mm
Regie: Wim Wenders
nach
oben

So 02. Januar 2022 • 19:30 Uhr

Vorfilm: Living like Heta

CH 2017
6 Min, ohne Dialog, digital
Regie: Bianca Caderas, Isabella Luu, Kerstin Zemp
nach
oben

So 09. Januar 2022 • 19:30 Uhr

Love Me Tender

Seconda, eine 32-jährige Tänzerin, lebt durch ihre Krankheit Agoraphobie, isoliert in der Wohnung ihrer Eltern. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater auszieht, ist sie plötzlich auf sich alleine gestellt. Sie begibt sich auf einen Weg voller quirliger Einfälle und lustvollem Spiel. Der Schweizer Film erzählt spielerisch, eigenwillig & in teilweise traumnahen surrealistischen Szenen von einem mutigen Tanz aus einer Isolation.

CH 2019
83 Min, ov/de, digital
Regie: Klaudia Reynicke
nach
oben

So 16. Januar 2022 • 19:30 Uhr

Mr. Gaga

Heymann dokumentiert mit Mr. Gaga den israelischen Choreografen Ohad Naharin, dessen Arbeit eine unvergleichliche Schönheit offenbart. Naharin findet mit 22 Jahren relativ spät zum profesionellen Tanz. Sein Weg führt über die grossen Ballettschulen in New York und Paris, bevor er die Stelle als künstlerischer Leiter der Israelischen Batsheva Dance Company antretet. Nach einer gravierenden Rückenverletzung steht seine Karriere vor dem Aus, doch sein Drang zu tanzen ist stärker und inspiriert ihn zu einer Revolutionären Erfindung: dem Tanzstil Gaga!

ISR/SWE 2015
99 Min, ov/en/de, digital
Regie: Tomer Heymann
nach
oben

So 23. Januar 2022 • 19:30 Uhr

EMA (Ema y Gaston)

Ein Film wie ein Körper-Trip aus dem chilenischen Valparaíso zu Reggaeton Rhythmen, ein Bewegungsspektakel, eine seltene Perle. Die Tänzerin Ema ist die Frau von Choreograph Gastón. Mit ihrer experimentellen Tanztruppe betanzen & bewegen sie die Stadt. Gemeinsam hatte das Paar Polo adoptiert. Nach 10- Monaten waren sie mit ihrem Sohn und dann auch mit ihrer Beziehung überfordert. Sie gaben Polo der Adoptionsbehörde zurück, aber Ema plagt seither die Sehnsucht nach ihm.

CHL 2019
102 Min, ov/de, digital
Regie: Pablo Larrain
nach
oben

So 30. Januar 2022 • 19:30 Uhr

And then we danced

Merab trainiert seit jungen Jahren mit seiner Tanzpartnerin Mary am nationalen georgischen Ensemble. Der fröhlich-verträumte junge Mann ist ein leidenschaftlicher Tänzer, doch etwas zu weich, findet sein Trainer. Im traditionellen georgischen Tanz verkörpern die Männer schliesslich Stärke. Als eines Tages der so mysteriöse wie begabte Tänzer Irakli im Unterricht auftaucht, wird Merabs Welt plötzlich auf den Kopf gestellt und Irakli wird zu seinem grössten Rivale, wie auch zu seiner grössten Leidenschaft. In diesem konservativen Umfeld will Merab ausbrechen und muss dafür alles riskieren.

SWE/GEO 2019
106 Min, ov/de, digital
Regie: Levan Akin
nach
oben