Die Filmauswahl für das Septemberprogramm zum Thema „Israel“ hat vor dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz statt gefunden, vor den blutigen Konfrontationen im Libanon. Und obwohl Israel mittlerweile wieder einmal massiv im Kreuzfeuer der internationalen Kritik steht, obwohl auf beiden Seiten unsägliche Dinge passieren und grosses Leid entsteht, möchten wir an diesem Programm festhalten – gerade auch wegen der Aktualität. Kein anderes Land polarisiert wohl derart stark wie Israel. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Wie erlebt die Bevölkerung diesen Strudel der Gewalt, wie gestaltet sich der Alltag? Das israelische Volk ist ein unruhiges Volk, ein Volk, in dem sich die andauernden politischen Wirren, die Kriege, die Zerrissenheit des Landes widerspiegeln. Diesem Volk wollen wir in unserem Septemberprogramm Platz geben. Es geht nicht um gut oder böse, richtig oder falsch. Es geht nicht darum zu werten. Es geht auch nicht darum zu entschuldigen oder zu rechtfertigen. Es geht lediglich darum, für einmal den Fokus nicht nur auf die Aggressivität, die Bedingungslosigkeit, die Gewalt zu lenken, sondern auch auf die Menschlichkeit, die Kreativität und die Sensibilität, ohne jedoch den Nahostkonflikt einfach auszublenden, der in allen Filmen mehr oder weniger intensiv spürbar ist.
Achtung:
Ab September 2006 beginnt die reguläre Sonntagabend-Vorstellung bereits um 19.30 Uhr!